Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
20.03.10

Haussperlinge

Spatzen lieben das unordentliche Berlin

In Europas Großstädten werden die oft aufdringlichen kleinen Spatzen immer weniger - in Berlin aber nicht. Seit Jahrzehnten ist hier der Spatzenbestand stabil, der Osten Deutschlands insgesamt ist offenbar sehr Spatzen-freundlich. Der Haupgrund: die hiesige Unordnung.

© picture-alliance/ dpa/dpa
Regenwetter in Berlin
Spatzen auf Cafétischen sind für manchen niedlich und für manchen nur ein Ärgernis, denn die kleinen Kerlen zeigen wenig Scheu

Die Zahl der Haussperlinge in Deutschland geht seit Jahren zurück, berichtet der Naturschutzbund NABU in Berlin. Schätzungsweise zehn bis 20 Millionen der braun-grauen Vögel gibt es bundesweit – ein Fünftel weniger als noch vor 30 Jahren. „Nur Berlin ist ein Sonderfall. Hier ist es angenehm unordentlich, es gibt keine blank geleckten Gehwege oder beschnittenen Vorgärten. Das mag der Spatz“, sagt der Vogelkundler Prof. Jörg Böhner (FU Berlin). „Berlin ist seit langem die Spatzenhauptstadt.“

Etwa 120.000 Haussperlings-Brutpaare wurden zuletzt (2007) in Berlin gezählt. „Der Bestand ist seit Jahrzehnten stabil. Die Spatzen haben die Wende unbeschadet überstanden“, sagt Böhner. Damit widerspricht die Hauptstadt dem Trend, dass in den Großstädten Spatzen immer rarer werden, vor allem im Westen Deutschlands, im Ruhrgebiet, in Köln, aber auch in Hamburg und München. Allenfalls im südlichen Sachsen und im Raum Chemnitz wurden bei der jüngsten NABU-Gartenvogelzählung im Mai 2009 nicht ganz so viele Spatzen entdeckt. Ansonsten ist der gesamte Osten Deutschlands auf der Spatzen-Karte dunkelrot, was laut Legende einem Vorkommen von mindestens drei beobachteten Spatzen pro Garten entspricht.

Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Schwarze Frauenbeine mit High-Heels
Gefahr durch High Heels

Je höher der Absatz ist, desto ungesünder sind die Schuhe.

Video Nachrichten mehr
Störungen Kabelbrand legt Berliner S-Bahn lahm
Euro-Debatte Thilo Sarrazin stellt neues Buch vor
Hollywood in Cannes Brad Pitt begeistert mal wieder auf ganzer Linie
Drama in Bayern Bayerische Schüler in Angst vor Amoklauf
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

A380 und A400M

Große Flugzeuge am Himmel über der Region

Nahverkehr

S-Bahn-Verkehr nach Kabelbrand gestört

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote