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17.03.10

Fahndung

Polizei sucht nach diesen Poker-Räubern

Nachdem sich einer der vier mutmaßlichen Pokerräuber der Berliner Polizei gestellt und seine Komplizen verraten hat, ist der Fall so gut wie aufgeklärt. Die drei anderen Verdächtigen sind zwar noch nicht gefasst, aber man ist ihnen auf der Spur. Haftbefehle sind bereits ausgestellt.

Der spektakuläre Überfall auf das Pokerturnier im Hotel Grand Hyatt am 6. März ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft weitgehend aufgeklärt. Ein mutmaßlicher Täter, ein 21-Jähriger, hatte sich am Montag in Begleitung eines Anwalts gestellt.

Bereits am Freitag sei Haftbefehl gegen den Mann erlassen worden. Offenbar aufgrund des Fahndungsdruckes habe sich der Verdächtige dann gestellt, sagte Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra am Mittwoch. Der Festgenommene war von einem Wachmann zeitweise in den Schwitzkasten genommen worden. Ein Komplize konnte ihn zwar wieder wieder befreien, aber ein Foto des Maskierten mit deutlich sichtbaren Augen ging durch die Presse.

In seinem Geständnis habe er drei Mittäter (19 und 20 Jahre alt) benannt, gegen die ebenfalls Haftbefehl erlassen worden sei, so Kamstra. Sie heißen Mustafa U., Jihad C. und Ahmad E. Auf das Konto der Räuber gehen bereits Diebstähle, Raub und Körperverletzungen.

Da die Komplizen nach Angaben des Geständigen nach der Tat untergetaucht seien, habe es aber bisher keine weiteren Festnahmen gegeben. Jeder Räuber habe nach dem Überfall seinen Anteil an sich genommen, hieß es. Die gesamte Summe von 242.000 Euro konnte deshalb noch nicht sichergestellt werden.

Quelle: dpa/AFP/sei
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