Maserati-Affäre
Berliner Treberhilfe kann weiterarbeiten
Senat und Bezirke haben sich darauf geeinigt, die Berliner Treberhilfe nicht fallen zu lassen. Die Zusammenarbeit solle fortgesetzt werden. Das Geschäftsgebaren des bisherigen Leiters Harald Ehlert soll jedoch strafrechtlich durchleuchtet werden. Die Qualität der Betreuung von 3000 jungen Obdachlosen wird jedoch nicht in Frage gestellt.
Senat und Bezirke lassen die durch die „Maserati-Affäre“ in die Schlagzeilen geratene Berliner Treberhilfe nicht fallen. Die Zusammenarbeit soll weitergehen, aber zugleich das Geschäftsgebaren des abgetretenen Geschäftsführers Harald Ehlert steuer- und strafrechtlich weiter durchleuchtet werden. Das ist das Ergebnis einer Konferenz des Sozialstaatssekretärs Rainer-Maria Fritsch am Montag mit Vertretern der Bezirksämter.
In der Betreuungsarbeit der Treberhilfe für fast 3000 junge Obdachlose in der Hauptstadt seien keine Qualitätsmängel sichtbar geworden, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Soziales am Montag nach der Gesprächsrunde. Deshalb sollen alle Leistungsverträge vorerst eingehalten werden. In künftigen Verträgen wolle die Verwaltung versuchen, Mindeststandards für die Entlohnung der rund 280 Beschäftigten durchzusetzen.
Allerdings seien Berlin hier Grenzen gesetzt, weil pauschale Kostensätze bundesweit einheitlich geregelt seien. Es solle aber geprüft werden, ob ein Spielräume öffnendes höchstrichterliches Urteil aus dem Pflegebereich auch Verbesserungen für Sozialarbeiter im Obdachlosenbereich ermöglichen könnte, sagte Sprecherin Anja Wollny.
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