Poker-Überfall
Verwechslung - Polizei lässt Verdächtigen frei
Rückschlag für die Berliner Polizei im Fall des spektakulären Poker-Überfalls: Die Ermittler mussten am Sonnabend einen Mann wieder freilassen, den sie am Freitagabend für einen Hauptverdächtigen gehalten und festgenommen hatten. Der festgenommene Mann wurde offenbar Opfer einer Verwechslung.
Von Michael Behrendt
Der am Freitagabend im Zusammenhang mit dem Raubüberfall auf das Pokerturnier im "Grand Hyatt" festgenommene Tatverdächtige ist am Samstagnachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt worden – offenbar wurde er das Opfer einer Verwechslung.
Nach Informationen von Morgenpost Online aus Sicherheitskreisen, reichten die Beweise für die Aufrechterhaltung des zuvor ergangenen Haftbefehls gegen den Mann nicht aus. Der Festgenommene hatte in seinen stundenlangen Vernehmungen die Beteiligung an dem Überfall auf das Pokerturnier bestritten.
Der Mann war am Freitagabend um kurz nach 21 Uhr in seiner Wohnung in Schöneberg von Beamten eines Mobilen Einsatzkommandos (MEK) festgenommen worden. Auf die Spur des Verdächtigen gelangte die Polizei durch Vergleiche von Fotos aus der Überwachungskamera des "Grand Hyatt" mit Bildern von einem Überfall auf das Casino im Hotel Park Inn am Alexanderplatz im Februar 2004. An diesem Überfall war der am Freitag Festgenommene beteiligt und wurde sechs Monate später rechtskräftig zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.
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