Gefährliche Attacken
Hunde beißen in Berlin seltener zu
Mittwoch, 10. März 2010 17:39Die Zahl der Angriffe von Hunden auf Menschen hat im Jahr 2009 in Berlin stark abgenommen. Dies hat die Senatsverwaltung für Gesundheit am Mittwoch mitgeteilt. Die positive Entwicklung ändert aber nichts daran, dass die Hauptstadt ein riesiges Problem mit ihren Vierbeinern hat.

Der Berliner Senat hat am Mittwoch seine „Hundebeißstatistik“ für das Jahr 2009 veröffentlicht. Diese besagt, dass sowohl die Zahl der Angriffe von Hunden auf Menschen als auch die der Kämpfe von Hunden untereinander stark abgenommen hat.
Die Senatsverwaltung für Gesundheit beantwortete damit eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Claudia Hämmerling (Grüne). Laut dem Bericht wurden 478 Menschen im Jahr 2009 von Hunden gebissen oder "gefahrdrohend angesprungen“. 2008 waren es mit 716 noch deutlich mehr Fälle. Bei Kämpfen untereinander bissen sich die Vierbeiner im Jahr 2009 418 Mal blutig (2008: 514 Fälle).
Trotz der positiven Entwicklung hat die Hauptstadt allerdings ein gewaltiges Problem mit ihren Hunden. Evamarie König, Sprecherin des Tieramts Berlin, sagte: „Bei uns werden so viele Hunde wie noch nie abgeladen, wir bleiben auf den armen Tieren sitzen.“ Manche Rassehunde, die auf einer Verbotsliste des Senats für Kampfhunde stehen, „versauern über Jahre, obwohl sie völlig unauffällig sind“. Wegen dieser Schicksale ist der Tierschutzverein Berlin-Brandenburg „für die komplette Abschaffung der Rasseliste“, die in Berlin seit 2004 besteht.dpa/jw






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