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Nach dem Appell der Dirigenten und Intendanten

Senator Zöllner wundert sich über Brandbrief

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Der Brandbrief der Berliner Kulturschaffende, darunter Dirigenten wie Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle oder Donald Runnicles, findet auch Unterstützung bei den Berliner Musikschulen. Bildungssenator Jürgen Zöllner hat die Kritik mit Unverständnis aufgenommen. Dabei warten allein 6500 Kinder auf einen Platz an einer Musikschule.

Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) hat auf den Brandbrief der Berliner Kulturschaffenden mit „Erstaunen und Unverständnis“ reagiert. Dies erklärte sein Sprecher Jens Stiller.

Berlins Dirigenten und Intendanten, darunter Sir Simon Rattle und Daniel Barenboim, hatten am Dienstag gegen den weiteren Abbau des Musikunterrichts an den Hauptstadt-Schulen protestiert. Zöllner sieht dies offenbar anders. Der Bildungssenator werde auf die Betroffenen zugehen und ihnen aufzeigen, welche Möglichkeiten sich für die Fächer durch die Veränderung an der Sekundarschule ergeben.

Außerhalb der Schulverwaltung hat der dramatische Appell breite Unterstützung gefunden. So schlossen sich Christian Höppner, Präsident des Landesmusikrates, Hubert Kolland vom Verband deutscher Schulmusiker, Chris Berghäuser, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Musikschulen, dem Inhalt des Aufrufes an.

Klaus Seifried vom Berufsverband Deutscher Psychologen verweist auf empirische Studien, die eine enge Verbindung von musikalischer Grundausbildung und mathematischer Leistungen festgestellt haben. René Faccin von der Landeselternvertretung Berlin sagte: „Die Kinder brauchen eine breite humanistische Ausbildung, dazu gehört auch Musikunterricht.“



Erschienen am 09.03.2010

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