Inoffizielle Statistik
Zahl rechtsextremer Gewalttaten in Berlin sinkt
Dienstag, 9. März 2010 16:59Die gemeinnützige Berliner Opferberatungsstelle ReachOut hat ihre Gewaltstatistik für das Jahr 2009 vorgelegt. Demnach ist die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten in Berlin deutlich gesunken. Drastisch zugenommen haben solche Verbrechen allerdings in einem westlichen Bezirk.

Berlins Straßen und öffentliche Verkehrsmittel scheinen Jahr 2009 etwas sicherer gewesen zu sein. Laut der nicht-staatlichen Berliner Opferberatung ReachOut ist die Zahl rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalttaten deutlich gesunken. Die offizielle Berliner Kriminalitätsstatistik für 2009 wird voraussichtlich im April veröffentlicht.
ReachOut hat 102 rechtsextreme Angriffe im Jahr 2009 dokumentiert – im Vorjahr waren es 148. Erfahrungsgemäß sei aber noch mit umfangreichen Nachmeldungen für 2009 zu rechnen, hieß es zu der am Dienstag vorgelegten Bilanz. Die Beratungsstelle erhält Fördergelder des Landes und des Bundes. Sie wertet für ihre Chroniken unter anderem Schilderungen Betroffener, Presseartikel und Berichte von Antifa-Gruppen aus.
Friedrichshain blieb mit 17 (2008: 30) Gewalttaten auch im Jahr 2009 der Bezirk mit der höchsten Zahl von Attacken. Erstmals rückte ein früherer West-Berliner Bezirk auf Platz zwei der negativen Rangliste: Neun (2008: drei) Attacken wurden in Wedding dokumentiert. Es folgen mit je sieben Vorfällen Mitte (2008: sechs), Prenzlauer Berg (2008: sechs) und Treptow (2008: neun), Pankow (2008: 14) und Neukölln (2008: neun) mit je sechs Angriffen. Gemeint sind die Alt-Bezirke.dpa/jw






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