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Nahverkehr

Defekte Stromleitung legt "Kanzler-U-Bahn" lahm

Eine defekte Fahrstromleitung hat am Dienstag die "Kanzler-U-Bahn" im Berliner Regierungsviertel zeitweise lahmgelegt. Die U-Bahn U 55, die nur drei Stationen hat und zwischen Brandenburger Tor und Hauptbahnhof fährt, blieb zwei Stunden lang außer Betrieb. Doch das war nicht die einzige Panne.

Gleich drei technische Pannen bei S- und U-Bahn haben am Dienstag für Probleme im morgendlichen Berufsverkehr gesorgt. So mussten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ab 7 Uhr für mehr als zwei Stunden den Zugverkehr auf der Linie U55 einstellen.

Grund für die Sperrung der nur 1470 Meter langen Strecke war ein Schaden an der Fahrstromleitung. Die „Kanzler-U-Bahn“, die zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor pendelt, wird vor allem von Touristen genutzt.

Weitaus gravierender war die fast gleichzeitige Störung des Betriebs der U-Bahn-Linie U 9 (Rathaus Steglitz–Osloer Straße). Laut BVG musste ab 7.17 Uhr der Zugverkehr für etwa 15 Minuten zwischen Osloer Straße und Leopoldplatz komplett eingestellt werden, weil sich eine unbekannte Person auf den Gleisen aufhielt. „Der Zugführer hat die Person rechtzeitig gesehen und per Notknopf den Strom abgeschaltet“, so BVG-Sprecherin Reetz.

Die Berliner S-Bahn blieb auch nicht von Defekten verschont. Aufgrund von Rechner-Problemen wurde um 8.41 Uhr ein Zug der Linie S 75 aus dem Verkehr genommen. Der zur Baureihe 481 gehörende Triebwagen konnte nur noch im Schritttempo bis Bahnhof Tiergarten fahren, wo die Fahrgäste den Zug verließen.

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