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Pokerturnier-Überfall

Berliner Polizei geht von Komplizen im Hotel aus

Es war ein dilettantischer Raubüberfall, den vier Täter am Wochenende auf Deutschlands größtes Pokerturnier in Berlin verübten - aber zum perfekten Zeitpunkt. Die Polizei geht daher davon aus, dass es mindestens einen Mittäter im Raum gab.

Im Fokus der Ermittlungen zum Raubüberfall auf ein Pokerturnier im Berliner "Grand Hyatt“-Hotel stehen nicht mehr nur die Männer, die am Sonnabendnachmittag plötzlich in den Vorraum des Turniersaals stürmten. Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass ein weiterer Komplize im Inneren des Hotels den Startschuss für die Aktion gegeben haben könnte. "Die Täter haben genau in dem Moment zugeschlagen, als das Geld für den Transport in den Haupttresor der Spielbank Berlin bereitgestellt wurde. Wenige Minuten früher oder später hätten sie keine Chance gehabt“, sagte ein Beamter. Zudem soll geklärt werden, warum ausgerechnet zu der Zeit einige der vom Veranstalter beauftragten Sicherheitsleute ihre Mittagspause machten. Die vier Räuber waren mit 242.000 Euro entkommen.

Neben dem immensen Fahndungsdruck der Polizei, lastet zudem wahrscheinlich Druck aus der "Unterwelt" auf den Tätern. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass es sich bei ihnen keinesfalls um absolute Profis handelte. "Und wenn solche Halbprofis einen derartigen Coup landen, dann wächst bei den wirklichen Größen der Unterwelt schnell die Begehrlichkeit, auch ein Stück vom Kuchen zu erhalten", sagte ein Sicherheitsexperte.



Erschienen am 09.03.2010

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