Verkehr
Grüne fordern mehr Tempokontrollen in Berlin
Dienstag, 9. März 2010 11:25Die Messgerät zur Geschwindigkeitskontrolle im Straßenverkehr liegen in Berlin die meiste Zeit ungenutzt herum. Dies haben die Grünen im Abgeordnetenhaus nun moniert. Sie fordern mehr Blitzereinsätze, um die Zahl der Unfälle zu verringern. Berlin könnte damit zudem noch mehr Geld einnehmen. 2009 waren es 18 Millionen Euro.
Die Berliner Grünen haben den Senat aufgefordert, deutlich häufiger Radarfallen und andere Messgeräte gegen zu schnelle Autofahrer einzusetzen. Besonders an Straßen, auf denen viele Unfälle passieren, müsse der Senat viel mehr blitzen, um den Verkehr sicherer zu machen, verlangte die Grünen-Verkehrspolitikerin Claudia Hämmerling. Hämmerling nannte es „skandalös“, dass die 105 mobilen Radar- oder Laser-Messanlagen im Durchschnitt nur 43 Minuten pro Tag im Einsatz seien.
Nach einer Antwort des Senats auf eine Grünen-Anfrage gibt es außerdem 18 fest aufgebaute Anlagen. Alle mobilen Messgeräte wurden zusammen rund 27.700 Stunden eingesetzt. Die festen Anlagen kamen auf 148.000 Stunden, im Durchschnitt 22 Stunden pro Tag. Mit den 105 mobilen Anlagen nahm Berlin 12,3 Millionen Euro Bußgeld ein, mit den fest installierten sechs Millionen Euro.
Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sagte, die Geräte würden bereits „in größtmöglichem Umfang“ genutzt. Wegen der vielen Einsätze der Polizei außerhalb der Verkehrsüberwachung gebe es kaum Spielraum. 2009 passierten, ähnlich wie in de Vorjahren, 283 Verkehrsunfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit, bei denen Menschen schwer verletzt wurden.dpa/sh
Erschienen am 08.03.2010






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