Fundus
Berliner stürmen Kostümverkauf in der Staatsoper
Samstag, 6. März 2010 18:38Drei Monate vor Beginn der Sanierung hat die Berliner Staatsoper am Sonnabend unter großem Publikumsandrang ihren Kostümfundus verkleinert. Mehrere Hundert Menschen besuchten die große Verkaufsaktion, erstanden für kleines Geld Traumhaftes und Außergewöhnliches.
Bereits vor dem Verkaufsstart um 11 Uhr standen zahlreiche Opernfans in der Kälte Schlange und warteten auf Einlass in das Traditionshaus Unter den Linden. Insgesamt 3000 Kostüme und Accessoires abgesetzter Produktionen zum Preis von 1 bis 400 Euro standen bis 16 Uhr im prunkvollen Apollo-Saal zur Auswahl.
Mehrere Hundert Menschen besuchten nach Angaben eines Opernsprechers die große Verkaufsaktion, mit der sich das Traditionshaus Unter den Linden auf den bevorstehenden Umzug ins Schiller Theater vorbereitete. Viele Neugierige waren begeistert. „Es ist viel besser als im gewöhnlichen Kaufhaus, sagte Silvia Splett während sie einige ausgefallene Roben an einem silbernen Ständer musterte. Ein Mann aus Marzahn etwa war gekommen, weil er bald heiratet und sich das Motto „Jahr 1900“ für die Hochzeit ausgesucht hat. Ein Fotograf suchte Accessoires für ausgefallene Porträts.
Das Spektrum reichte von Hüten, Schleiern und Schuhen über Stoffe bis hin zu kompletten Kostümen aus berühmten Opern wie „Walküre“ und „Götterdämmerung“, „Orlando Paladino“ oder „Turandot“. Die Einnahmen durch den Fundusverkauf sollen jedoch komplett in den künstlerischen Etat fließen.






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