Digitalfunk
Lückenhaftes Funknetz gefährdet Polizisten
Freitag, 5. März 2010 15:00 - Von Michael BehrendtDie Einführung des Digitalen Funksystems bei der Berliner Polizei war den Beamten als Erleichterung bei der Kommunikation schmackhaft gemacht worden. Doch nun stellt sich heraus, dass am falschen Ende gespart wurde - es fehlen Sendemasten. Das Ergebnis: Immer wieder stecken Polizisten in Funklöchern, die ihre Sicherheit gefährden.

Bei der stadtweiten Einführung des digitalen Funksystems der Berliner Polizei
gibt es offenbar große Probleme. Wie Morgenpost Online aus Ermittlerkreisen
erfuhr, gibt es wegen zu weniger Sendemasten immer wieder Situationen, in
denen die Beamten keinen Kontakt untereinander oder mit ihren Abschnitten
bekommen. Zu diesem Ergebnis sei eine Arbeitsgruppe gekommen.
Polizisten hatten unabhängig voneinander berichtet, beim Verfolgen von
Straftätern beispielsweise in U-Bahnhöfe oder auch in große
Mehrfamilienhäuser regelmäßig im "Funkloch" zu
stehen. "Das bringt uns natürlich in Gefahr. Wenn der Täter in einer
solchen Situation etwa eine Waffe zieht und uns verletzt, können wir weder
Verstärkung anfordern noch die Feuerwehr alarmieren", so ein
Schutzpolizist, der seinen Dienst als Funkwagenbesatzung versieht. "Wir
hatten gehofft, durch den Digitalfunk besser vernetzt zu sein, leider ist
das nicht der Fall."
zu wenige Sendemasten
Der Digitalfunk sei als große Erleichterung für die Einsatzkräfte angekündigt worden, nun entpuppe sich das Projekt als schlecht durchdacht und finanziell zu eng kalkuliert.






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