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Prozess

Mutmaßlicher Autobrandstifter schweigt vor Gericht

Ein 23 Jahre alter Angeklagter steht nun in Berlin ein zweites Mal vor Gericht - wegen ein und desselben Deliktes. Er soll im Juni 2009 in Friedrichshain ein Auto angezündet haben. Doch ein erstes Verfahren war bereits geplatzt. Die Beweislage könnte auch im zweiten Prozess nicht ausreichen.

Das Berliner Landgericht verhandelt seit Dienstag gegen einen mutmaßlichen Brandstifter. Der heute 23 Jahre Christoph T., der am späten Abend des 17. Juni 2009 mit Brandbeschleuniger einen VW Passat in Flammen gesetzt haben soll, schweigt. „Ich möchte keine Angaben machen“, erklärte der berufslose Angeklagte aus dem Bezirk Pankow. Auch sein mutmaßlicher Komplize hat die Aussage verweigert. Gegen den 21-Jährigen wird noch ermittelt. Die Besitzerin des damals an der Pettenkofer Straße in Berlin-Friedrichshain beschädigten Gebrauchtwagens wurde entschädigt.

Augenzeugen gibt es nicht. Der Angeklagte T. und der Mitverdächtige wurden in der Nähe des Tatortes verhaftet, als sie gerade ihre Kleidung wechselten. Ein erster Prozessanlauf im Oktober 2009 war gescheitert. Der Berliner kam nach drei Monaten Untersuchungshaft frei, da eine Verurteilung laut dem Vorsitzenden Richter unwahrscheinlich war.

Am Dienstag hat der Hauptgutachter des Bundeskriminalamtes ausgesagt, es gebe verschiedene Möglichkeiten, wie der Brand verursacht wurde. Für das an der Kleidung des Angeklagten gefundene Lampenöl seien viele Ursachen denkbar. Auch sei zeitlich nicht eingrenzbar, wann es an die Kleidung gekommen sei.dpa/sei

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