Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
28.02.10

Kaufkraft

Wo die armen und die reichen Berliner wohnen

Wer sich was in Berlin leisten kann, das ist in den zwölf Bezirken ganz unterschiedlich. So hat nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung ein Durchschnittseinwohner des ärmsten Stadtteils im Jahr fast 6300 Euro weniger zur freien Verfügung als einer im reichsten.

© BMO
In Berlins Innenstadtbezirken ist die Kaufkraft sehr niedrig
In Berlins Innenstadtbezirken ist die Kaufkraft sehr niedrig

Die reichsten Berliner wohnen in Dahlem, die ärmsten in Kreuzberg an der Grenze zu Mitte. Das ergeben neue Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die Morgenpost Online vorliegen. Die Statistiker untersuchten die Kaufkraft nach Postleitzahlenbezirken. Am höchsten ist sie demnach in Dahlem sowie Frohnau und Hermsdorf. In den beiden reichsten Gebieten hat jeder Einwohner mehr als 25.000 Euro jährlich zur freien Verfügung. Am niedrigsten ist die Kaufkraft in Kreuzberg an der Grenze zu Mitte. Hier sind es nur etwas mehr als 13.000 Euro.

Unter Kaufkraft verstehen Wirtschaftsexperten das Einkommen, das ein Verbraucher für Konsum ausgeben kann. Abgezogen sind bereits alle Fixkosten wie Miete, Kreditraten und Versicherungsprämien.

Insgesamt sind Mitte, Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg die Bezirke mit dem kleinsten Vermögen. Fünf der zehn ärmsten Postleitzahlgebiete liegen in Kreuzberg. Jeder Einwohner dort kann 2010 nur 14.543 Euro ausgeben. In Lichtenberg beträgt die Kaufkraft im Schnitt 15.166 Euro, in Mitte sind es 15.340 Euro. Dagegen stehen 2010 im reichsten Bezirk Steglitz-Zehlendorf stolze 20.830 Euro pro Kopf für den Konsum zur Verfügung.

So kaufkräftig sind die Berliner Bezirke
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat eine Studie zur Kaufkraft in Deutschland 2010 durchgeführt. Generell ist ein Trend festzustellen: In Postleitzahlen-Gebieten, deren Einwohner 2009 über eine hohe Kaufkraft verfügten, nimmt der Wohlstand zu. Dagegen sinkt die Kaufkraft in sozial eher schwachen Gebieten.
Unter der Kaufkraft versteht man das Einkommen, das man frei für den Konsum ausgeben kann. Fixkosten wie die Miete, Kreditraten und Versicherungsbeiträge sind bereits abgezogen.
In Berlin sind die Gebiete mit Haushalten, die besonders viel Geld zur freien Verfügung haben, unverändert im West-Teil zu finden. Der reichste Bezirk ist mit Abstand Steglitz-Zehlendorf. Auch Teile von Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf sind besonders wohlhabend.
Die sozial schwächeren Gebiete befinden sich in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg und Mitte.
Allerdings muss man dabei beachten: Innerhalb desselben Bezirks kann die Kaufkraft der Bewohner stark fluktuieren. Beispiel Marzahn-Hellersdorf: Die Einwohner im Norden des Bezirks verfügen allgemein über sehr niedrige Einkommen. Ihre Nachbarn in Mahlsdorf, Biesdorf und Kaulsdorf liegen bezüglich ihrer Kaufkraft aber deutlich über dem Durchschnitt.
Insgesamt liegt die durchschnittliche Kaufkraft des Berliners 2010 mit 16.880 Euro weit unter dem bundesweiten Durchschnitt von 18.904 Euro pro Bürger.
Hier eine Übersicht der durchschnittlichen Einkommen, die den Einwohnern der einzelnen Bezirke pro Kopf im Jahr 2010 zur Verfügung stehen.
Am wenigsten Geld haben die Menschen in Friedrichshain-Kreuzberg. Hier kann jeder Einwohner nur 14.543 Euro ausgeben.
Schon ein bisschen mehr haben die Einwohner von Lichtenberg, nämlich durchschnittlich 15.166 Euro.
Die Menschen in Mitte können 2010 über 15.340 Euro frei verfügen.
Im Bezirk Pankow steigt die Kaufkraft nochmal deutlich auf 15.996 Euro pro Kopf.
Etwas darüber liegt Neukölln – 16.229 Euro stehen dem Durchschnittseinwohner hier im Jahr 2010 zur freien Verfügung.
In Marzahn-Hellersdorf sind es bereits 16.772 Euro.
Darüber liegt Treptow-Köpenick mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 17.052 Euro je Einwohner.
Noch mehr hat der durchschnittliche Einwohner von Spandau, nämlich 17.179 Euro.
Die Kaufkraft steigt weiter in Tempelhof-Schöneberg. Hier können pro Kopf 17.333 Euro ausgegeben werden.
Der Bewohner von Charlottenburg-Wilmersdorf sind im Allgemeinen gut situiert: 18.150 Euro sind 2010 ausschließlich für den Konsum verfügbar.
Auf Platz zwei der wohlhabendsten Bezirke liegt Reinickendorf mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 18.229 Euro.
Spitzenreiter sind die Bewohner von Steglitz-Zehlendorf - sie können jeweils 20.830 Euro nach Gusto ausgeben.
Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Schwarze Frauenbeine mit High-Heels
Gefahr durch High Heels

Je höher der Absatz ist, desto ungesünder sind die Schuhe.

Video Nachrichten mehr
Störungen Kabelbrand legt Berliner S-Bahn lahm
Euro-Debatte Thilo Sarrazin stellt neues Buch vor
Hollywood in Cannes Brad Pitt begeistert mal wieder auf ganzer Linie
Drama in Bayern Bayerische Schüler in Angst vor Amoklauf
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

A380 und A400M

Große Flugzeuge am Himmel über der Region

Nahverkehr

S-Bahn-Verkehr nach Kabelbrand gestört

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote