Streik
Lufthansa hält Notflugplan in Berlin nicht ein
Piloten der Lufthansa streiken, auch die Tochter-Fluglinie Germanwings ist betroffen. Rund 50 Flüge beider Airlines ab Berlin wurden für Montag gestrichen worden. Doch überraschend kamen am Morgen weitere Piloten nicht zum Dienst. Die Bahn versucht für die Lufthansa einzuspringen.
Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa zeichnet sich auch nach Beginn des Pilotenstreiks keine Annäherung ab. „Wir haben in den letzten Stunden keinen direkten Kontakt gehabt“, sagte der Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, am Montagmorgen in Frankfurt.
Auch für Berliner Fluggäste hat der der Streik gravierende Folgen. In Tegel sollen nur 28 von sonst 70 Lufthansa-Maschinen starten. Germanwings bietet in Schönefeld lediglich zwölf von den üblichen 21 Verbindungen an, wie aus dem Notflugplan hervorgeht. Am Montag konnte die Lufthansa aber bereits den Notflugplan nicht mehr einhalten. Der Grund: Überraschend waren zwei Piloten nicht zum Dienst erschienen. Einer der Flüge sollte nach München starten. Die Passagiere waren bereits eingecheckt, die Maschine wartete startklar auf die Gäste. Doch der Pilot kam nicht - alle Passagiere mussten den Sicherheitsbereich wieder verlassen.
Die Deutsche Bahn setzte wegen des Pilotenstreiks zusätzliche Züge ein. Ein Zugpaar fährt zwischen Köln und Berlin, ein weiteres zwischen Hamburg und Berlin und zurück. In Berlin-Tegel konnte auch der Notflugplan nicht eingehalten werden.
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