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Gewaltanalyse

Senat will Alkoholkonsum am 1. Mai einschränken

Der Senat will versuchen, auf Basis wissenschaftlich erhobener Daten die Gewalt am 1. Mai einzuschränken. An der Freien Universität Berlin haben Wissenschaftler die Ausschreitungen rund um den Maifeiertag 2009 in der Hauptstadt analysiert. Ein erstes Fazit der Landesregierung: Weniger Alkohol und andere Festnahme-Taktiken sind nötig.

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Die Gewalt begann früher und war heftiger als im vergangenen Jahr, so lautete die Bilanz der Polizei nach dem 1. Mai.
Foto: dpa
1. Mai 2009: Im vergangenen Jahr begann die Gewalt kam es in den Abendstunden zu heftigen Krawallen in Kreuzberg. Diesmal könnte eine Neonazi-Demo in Prenzlauer Berg Anlass für Randale sein.

Die meisten Straftaten im Zusammenhang mit Demonstrationen am 1. Mai sind nicht politisch motiviert. Das geht aus einer Studie der Freien Universität Berlin zu den Ausschreitungen 2009 hervor, die die Länderkommission Berlin gegen Gewalt in Auftrag gegeben hat. Bei den Festgenommenen habe es sich vielmehr um eine nicht homogene Gruppe mit ganz unterschiedlichen Beweggründen gehandelt, sagte der Leiter der Studie, Klaus Hoffmann-Holland, von der FU Berlin.

Im Kampf gegen die Krawalle wollen die Sicherheitsbehörden künftig stärker gegen den starken Alkoholkonsum vorgehen. Das hat Innenstaatssekretär Thomas Härtel (SPD) als Konsequenz aus der Untersuchungangekündigt. Mehr als die Hälfte der Randalierer war der zufolge Studie betrunken. Es gehe auch darum zu verhindern, dass unbeschränkt Alkohol verkauft werde, sagte Härtel.

Außerdem müsse überlegt werden, ob die Festnahme von mutmaßlichen Randalierern mitten in einem Demonstrationszug oder einer Menschenmenge immer die beste Taktik sei, weil sie zur Eskalation beitrage. Härtel sagte, mit der Polizei werde man darüber sprechen, wie man die Zugriffe auf Verdächtige so gestalten könne, dass die Emotionen nicht so hoch schlagen. Konzepte der Vergangenheit müssten auch kritisch überprüft werden.

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