Der Senat will versuchen, auf Basis wissenschaftlich erhobener Daten die Gewalt am 1. Mai einzuschränken. An der Freien Universität Berlin haben Wissenschaftler die Ausschreitungen rund um den Maifeiertag 2009 in der Hauptstadt analysiert. Ein erstes Fazit der Landesregierung: Weniger Alkohol und andere Festnahme-Taktiken sind nötig.
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1. Mai 2009: Im vergangenen Jahr begann die Gewalt kam es in den Abendstunden zu heftigen Krawallen in Kreuzberg. Diesmal könnte eine Neonazi-Demo in Prenzlauer Berg Anlass für Randale sein.
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Zu später Stunde begann der Krawall. In Kreuzberg brannten Müllcontainer.
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An der Adalbertstraße gehen zwei Müllcontainer in Flammen auf.
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Augenzeugen berichteten: Passanten ließen sich vor den brennenden Containern fotografieren.
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Auch Abfall-Behälter der BSR wurden angezündet.
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Große Mülltonnen nutzen die Randalierer zum Blockieren der Straße.
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Die Polizei löschte die Feuer.
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Doch nur nach und nach. Dieses Paar musste sich schnell vor Rauch und Flammen in Sicherheit bringen.
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289 Personen nahmen die Polizisten fest. 273 Einsatzkräfte wurden verletzt.
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Zeiweilig standen sich Polizei und Randalierer in Blöcken gegenüber. An manche Verletzte die dazwischen lagen, traute sich vorübergehend niemand heran.
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Zuvor hatte mit Einbruch der Dunkelheit die Intensität der Gewalt zugenommen. Längst reichten Pflastersteine nicht mehr als Wurfgeschosse.
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Die Polizei setzte gegen Randalierer Reizgas ein.
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Das zeigte seine Wirkung.
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Kunst oder Provokation?
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So blieb der Protest selten.
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Straßenkampf in Kreuzberg: Polizisten gegen gewalttätige "Autonome".
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Attackiert mit Fußtritten wurden auch Autos der Polizei.
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Es kam zu handgreiflichen Auseinandersetzungen.
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Dieser Polizist wurde von einem Farbbeutel getroffen.
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So manches geht am Abend des 1. Mai in Kreuzberg zu Bruch.
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Polizisten löschen kleine Feuer.
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Am U-Bahnhof Kottbusser Tor stehen sich Polizisten und Demonstranten gegenüber.
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Einer der Randalierer hält in der einen Hand einen Stein, in der anderen eine Flasche.
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Andere bewaffneten sich mit Holzstangen.
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Immer wieder kommt es zu Steinwürfen.
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Andere räumen Teile eines Zaunes auf die Straße.
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Auf beiden Seiten gibt es Verletzte.
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Die Polizisten müssen sich vor den Attacken mit Schildern und Helm schützen.
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Ein Mann steht auf einem Hausdach in Berlin Kreuzberg und schwingt eine Fahne der "Antifaschistischen Aktion"
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Polizisten nehmen einen Demonstranten fest.
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Kreuzberg am Abend: Überall auf dem Gehweg liegen Pflastersteine, die zu Wurfgeschossen wurden.
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Polizisten gehen in Deckung, nachdem sie mit Steinen beworfen werden.
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Auch Feuerwerkskörper fliegen.
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Vermummte im Rauch der Feuerwerkskörper.
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An einigen Stellen kommt es zur direkten Konfrontation zwischen Demonstranten und Polizisten. Die Organisatoren der Demo fordern den Rückzug der Polizei.
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Mehrere Hundert Menschen schließen sich dem sogenannten "schwarzen Block" an - so viele wie seit Jahren nicht mehr.
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Krawall am Abend: Randalierer werfen in Kreuzberg mit Steinen auf Polizisten und Polizeiautos - vor den Augen vieler Schaulustiger.
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Militante Protestierer legen Bierbänke als Barrikaden auf die Straße.
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Am Abend fliegen Steine: Der "schwarze Block" bei der Demonstration "Kapitalismus ist Krieg und Krise" in Berlin-Kreuzberg
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Rund 5000 Demonstranten zogen nach 18 Uhr durch den Bezirk
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Anfänglich blieb die letzte Demonstration des Tages friedlich - dann wurde versucht, eine Tankstelle am Rande der Route der Demonstration anzugreifen
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Beim Myfest: Polizeibeamte in voller Montur - mit Helmen, Beinschützern, Protektoren. Gegen 19.00 wurden die Helme aufgesetzt, da flogen in Kreuzberg die ersten Steine
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Teilnehmer der Mayday-Parade haben die Fassade des Bundesfinanzministeriums mit Farbeiern beworfen
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Die Mayday-Demo hat sich aufgelöst - die Menschen feiern auf Kreuzbergs Straßen
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Das Myfest soll auch dafür sorgen, dass es friedlich bleibt - Kinder mit Friedesntauben-Ballons laufen über den Mariannenplatz
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Mayday-Parade: Großkopferte und ...
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... Schirmträger.
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Die Verbindung von Demo und Disco: Teilnehmer der Mayday-Parade hinter einem Wagen mit Disco-Kugel, Trockeneisnebel und Techno-Gewummer
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Politische Transparente aber gab es bei der Mayday-Parade auch. Die Mischung macht's wohl
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"Arbeit nervt": Statement auf der Mayday-Parade, die von Berlin-Mitte in Richtung Kreuzberg zieht.
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Noch ein Statement von der Mayday-Parade - ein ironisches. Viele Teilnehmer haben Schirme dabei in Anspielung auf den Finanzkrisen-Rettungsschirm der Bundesregierung.
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Die Mayday-Teilnehmer trafen sich auf dem Bebelplatz nahe der Humboldt-Universität. Rund 1800 Demonstranten kamen zusammen.
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Mayday auf dem Bebelplatz - mit selbst gebastelten Schildern
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Bunt, lässig und auf den frühen Sommeranfang am 1. Mai eingerichtet: Teilnehmer der "Mayday-Parade"
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Der Protestzug vor der Humboldt-Universität spiegelt sich in der Sonnenbrille einer Frau.
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Manche Demonstranten laufen trotz der Wärme mit Masken mit.
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Andere machen es sich lieber gemütlich. Auch so kann man protestieren.
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Für einige Kapitalismuskritiker ist die Krise aber auch zum Lachen.
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Das Myfest in Kreuzberg: Mehrere zehntausend Menschen kamen, um zu feiern
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Rund 15.000 Menschen sind am Nachmittag in Kreuzberg auf den Beinen und feiern das "Myfest". Da ist viel Essen gefragt.
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Zu dem Fest gehört immer auf ein bunter Kulturenmix.
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Obwohl die Straßen voll sind, finden die Menschen noch Platz zum tanzen, wobei nicht jeder...
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Breakdance ist fester Bestandteil des Myfestes.
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Die jungen Feiernden können sich beim Fußball auf der Straße austoben.
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Wer hierher kommt, darf es nicht eilig haben.
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Die "Revolutionärter 1. Mai Demo" durch Kreuzberg fiel eher klein aus.
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Rund 400 Teilnehmer kamen zu der Veranstaltung maoistischer und leninistischer Gruppen.
Die meisten Straftaten im Zusammenhang mit Demonstrationen am 1. Mai sind
nicht politisch motiviert. Das geht aus einer Studie
der Freien Universität Berlin zu den Ausschreitungen 2009 hervor,
die die Länderkommission Berlin gegen Gewalt in Auftrag gegeben hat. Bei den
Festgenommenen habe es sich vielmehr um eine nicht homogene Gruppe mit ganz
unterschiedlichen Beweggründen gehandelt, sagte der Leiter der Studie, Klaus
Hoffmann-Holland, von der FU Berlin.
Im Kampf gegen die Krawalle wollen die Sicherheitsbehörden künftig stärker
gegen den starken Alkoholkonsum vorgehen. Das hat Innenstaatssekretär Thomas
Härtel (SPD) als Konsequenz aus der Untersuchungangekündigt. Mehr als die
Hälfte der Randalierer war der zufolge Studie betrunken. Es gehe auch darum
zu verhindern, dass unbeschränkt Alkohol verkauft werde, sagte Härtel.
Außerdem müsse überlegt werden, ob die Festnahme von mutmaßlichen Randalierern
mitten in einem Demonstrationszug oder einer Menschenmenge immer die beste
Taktik sei, weil sie zur Eskalation beitrage. Härtel sagte, mit der Polizei
werde man darüber sprechen, wie man die Zugriffe auf Verdächtige so
gestalten könne, dass die Emotionen nicht so hoch schlagen. Konzepte der
Vergangenheit müssten auch kritisch überprüft werden.
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