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Rekordwinter

Hunderte Sturzopfer - Berlin soll Salz streuen

Während die meisten Straßen schneefrei sind, ist es auf den Bürgersteigen immer noch gefährlich glatt. Die Krankenhäuser haben inzwischen aufgehört, die Sturzopfer zu zählen. Jetzt werden Forderungen immer lauter, die Gehwege in Berlin mit Salz zu streuen. Doch das ist eigentlich verboten.

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Am Schloss Charlottenburg haben Gärtner dem Frühling auf die Sprünge geholfen.
Foto: REUTERS
Am Schloss Charlottenburg haben Gärtner dem Frühling auf die Sprünge geholfen.

Krankenkassen sowie Wohnungs- und Sozialverbände haben den Senat aufgefordert, wegen der extremen Glätte die Gehwege in Berlin mit Salz zu streuen. Allein am Wochenende gab es in Berlin Hunderte Verletzte. Die Aufgabe soll die Berliner Stadtreinigung (BSR) übernehmen. Laut Berliner Straßenreinigungsgesetz ist das Streuen von Salz grundsätzlich verboten. Auch auf Gehwegen. Nur die BSR darf auf den Straßen eine stark verdünnte Salzlösung einsetzen.

Während die Straßen, zumindest die Hauptstraßen, gut befahrbar sind, sind aber Bürgersteige und viele Haltestellen völlig zugefroren. Da Tauwetter nicht in Sicht ist, forderten am Dienstag Verbände, auch Salz auf den Fußwegen einzusetzen. „Das ist dringend notwendig“, sagte der Sprecher des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, David Eberhart.

Martin Plass, Sprecher der Krankenkasse DAK, sagte: „Ich würde den Einsatz von Salz begrüßen. Ja, BSR, mach' das bitte.“ Bei der Berliner Arbeiterwohlfahrt, die viele ältere Menschen betreut, schloss man sich der Forderung an.

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Den Einsatz von Salz lehnt die Senatsumweltverwaltung aber strikt ab. Marie-Luise Dittmar, Sprecherin von Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke), verwies auf die Schäden, die durch den Einsatz von Salz an Bäumen, Häusern und Brücken entstehen.

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Erschienen am 09.02.2010

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