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Stalker angeklagt

Berliner soll Prenzlauer terrorisiert haben

Einmal soll er mit einem Auto voller Feuerwerkskörper auf das Wochenend-Anwesen von Bundeskanzlerin Angela Merkel gefahren sein. Da schätzte man ihn wohl noch als harmlos ein. Doch jetzt soll der 51-jährige Mann aus Berlin vor Gericht. Er hatte mehrere Bürger des brandenburgischen Prenzlau mit Drohanrufen und vermeintlich gefährlichen Postsendungen in Angst und Schrecken versetzt.

Ein Berliner mit Zweitwohnsitz in Prenzlau (Brandenburg) hat offenbar seit Monaten mindestens fünf Bürger der uckermärkischen Kreisstadt mit Drohanrufen und Beleidigungen terrorisiert. Auch soll er laut Polizei Pakete mit einem weißen Pulver verschickt haben, die er mit der Aufschrift „H1N1“ – dem Schweinegrippe-Erreger – versah. Das Pulver stellte sich als harmlos heraus, verursachte bei den Empfängern aber Entsetzen.

Nun droht dem 51-Jährigen der Prozess. Der Mann sei wegen Stalking, Nachstellungen, Hausfriedensbruch, Beleidigung, Bedrohung und Nötigung sowie Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole angeklagt, sagte der Direktor des Prenzlauer Amtsgerichtes, Hans-Joachim Esche.

Auch dem Staatsschutz ist der 51-Jährige bekannt. So war er laut Polizei mit einem Auto in das Wochenend-Grundstück von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingedrungen – den Kofferraum hatte er voller Böller. Den Polizisten, die das Grundstück bewachten, erzählte er, dass er nur einen Kaffee trinken wolle. Sie ließen ihn wieder fahren, nachdem sie die Böller konfisziert hatten.

In der Nacht zum 5. Februar wurde der mutmaßliche Stalker selbst Opfer einer Straftat – sein Haus brannte vollkommen aus. Ein 25-jähriger Prenzlauer wurde festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt.ddp/jw

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