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Nahverkehr

BVG macht S-Bahn Millionen Euro streitig

Auf die Berliner S-Bahn kommt ein Minus zu: Ab Montag werden die Fahrgäste in Bussen und Bahnen gezählt - anhand der Zahlen werden die Fahrgeldeinnahmen zwischen BVG, Bahn und S-Bahn aufgeteilt. Weil die S-Bahn wegen ihrer Technik-Krise weniger Fahrgäste als zuvor hat, wird das Geld wohl anders verteilt werden müssen. Es geht um rund 700 Millionen Euro.

Die S-Bahn hat weniger Passagiere als zuvor befördert - und soll darum auch weniger Geld bekommen, heißt es bei der BVG.
Foto: dpa/DPA
Die S-Bahn hat weniger Passagiere als zuvor befördert - und soll darum auch weniger Geld bekommen, heißt es bei der BVG.

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) startet am Montag eine Befragung der Nutzer von Bussen und Bahnen. Dabei werden auch die Fahrgäste in den unterschiedlichen Verkehrsmitteln gezählt. Die statistische Erhebung dient auch als Datenbasis zur Aufteilung der Fahrgeldeinnahmen. Dabei geht es um jährlich etwa 700 Millionen Euro, die nach einem 2003 abgeschlossenen Vertrag zwischen den in Berlin tätigen Nahverkehrsunternehmen aufgeteilt werden: Danach bekommt die BVG rund zwei Drittel, die S-Bahn knapp ein Drittel und DB-Regio etwa fünf Prozent der Ticketerlöse.

Doch hat die S-Bahn nach ersten Schätzungen 2009 nur 320 Millionen Fahrgäste befördert, die BVG rechnet mit einem Anstieg der Einzelfahrten von 832 auf 920 Millionen. Vor allem U- und Straßenbahn stoßen trotz zusätzlicher Fahrten dadurch an ihre Kapazitätsgrenzen. Angesichts des zusätzlichen Fahrzeug- und Personaleinsatzes forderte BVG-Sprecherin Petra Reetz bereits die Neuaufteilung der Ticketeinnahmen. Die aktuelle Erhebung des Verkehrsverbundes könnte diesen Trend bestätigen.

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