Katzenfutter

Stiftung Warentest – Das beste Katzenfutter kostet nur 21 Cent

Foto: Getty Images

Vorsicht vor Whiskas, Felix und Co: Die Stiftung Warentest hat 33 Feuchtfutter für Katzen getestet. Teuer ist dabei eher für die Katz. Und einige Sorten können das Tier sogar krankmachen.

Der Deutschen beliebtestes Haustier ist ein Gourmet auf samtenen Pfoten. Mag sie lieber Pute oder Rind? Mit Karotten oder Zucchini, in heller oder dunkler Soße? Die Katze ist mindestens genauso wählerisch wie ihr Halter und braucht eine ebenso ausgewogene Ernährung. Das Beste ist gerade gut genug, mag Frauchen, Herrchen und vielleicht auch der Kater denken. Wer nicht beim Discounter kauft, zahlt für eine Tagesration Feuchtfutter oft mehr als einen Euro. Aber ist teuer auch besser?

Nicht immer, sagt die Stiftung Warentest. 33 Feuchtfutter haben die Berliner Verbraucherschützer nach den Kriterien Preis, Zutaten, Portionsgröße, Schadstoffe, Deklaration und Fütterungsempfehlung getestet. Und tatsächlich schneidet ein No-Name-Produkt am besten ab: "Zarte Häppchen" der Billigmarke K-Classic von Kaufland erhielt die Note 1,1. Das Produkt liege mit 21 Cent pro Tagesration gut im Preis und sei ausgewogen in den Zutaten, urteilten die Tester. Weiterer Pluspunkt sind die Fütterungsempfehlungen auf den Dosen. Damit die schlanke Katze satt, aber nicht dick und übergewichtige Tiere nicht noch fülliger werden. Dicht hinter K-Classic folgen Kitekat und "Coshida" von Lidl.

Insgesamt haben sieben Futter sehr gut und gut abgeschnitten, darunter auch Sheba, Hill's Science Plan Adult, Gut & Günstig sowie Purina One Adult. Als befriedigend dagegen beurteilten die Tester Produkte anderer Discounter wie Aldi Süd und Nord, Netto oder Rewe. Hier seien zu viele oder zu wenige Mineralstoffe enthalten, was am Ende zu Organschäden führen könne.

Whiskas, Fressnapf und Bio-Produkte enttäuschen

Vor 15 Katzenfuttern warnt die Stiftung Warentest sogar explizit. Die nur ausreichend oder mangelhaften Futter könnten die Katze ernsthaft krankmachen, so die Verbraucherschützer. "Mit dem Futter von Felix nehmen Katzen täglich mehr als das Achtfache der empfohlenen Tagesration an Kalzium und mehr als das Siebenfache an Phosphor auf", schreiben die Tester.

Mangelhaft schneidet auch das mit 4,05 Euro pro Tagesration teuerste Futter im Test ab. Royal Canin enthalte vor allem zu viel Vitamin A und landete damit auf dem drittletzten Platz. Nicht viel besser schnitt das ebenfalls teure Perfect Fit ab. Genau wie die bekannten Katzenfutter von Whiskas und Fressnapf erhielt es nur ein "Ausreichend". Letztere würden unter anderem zu viel Kalzium enthalten. Auch die beiden Bio-Futter konnten den Erwartungen nicht gerecht werden. Das Produkt Defu ist sogar Schlusslicht im Test.

Die deutsche Heimtierbranche wächst seit Jahren. Nach Angaben des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe lebten im Jahr 2012 12,3 Millionen Katzen in rund 16,5 Prozent aller deutschen Haushalte, so viel wie sonst kein anderes Haustier. An zweiter Stelle folgen 7,4 Millionen Hunde in 13,4 Prozent der Haushalte. So sind auch die Umsätze im Handel mit Katzenfutter gestiegen, im gleichen Jahr um 3,4 Prozent auf anderthalb Millionen Euro, wie der Industrieverband Heimtierbedarf meldet.

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