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31.01.10

Deutsche Bahn

Ferien starten mit Chaos am Berliner Hauptbahnhof

Verkürzte Züge, überfüllte Wagen, genervte Fahrgäste - Reisende, die am Sonnabend in den Urlaub aufbrachen, haben am Berliner Hauptbahnhof ein heilloses Durcheinander erlebt. Und dabei hatte sich doch Bahnchef Rüdiger Grube erst vor wenigen Tagen bei den Berlinern für das seit Monaten herrschende S-Bahn-Chaos entschuldigt.

© dpa
Im Hauptbahnhof gab es Unverständnis über verkürzte ICE-Züge und fehlende Informationen für die Fahrgäste
Im Hauptbahnhof gab es Unverständnis über verkürzte ICE-Züge und fehlende Informationen für die Fahrgäste

Ferienstart in Berlin: Reisende, die am Sonnabend in den lang ersehnten Urlaub aufbrachen, haben am Berliner Hauptbahnhof Chaos erlebt. Da Züge wie beispielsweise der ICE um 9.48 Uhr nach Köln im Moment mit deutlich weniger Wagen fahren, sind die Abteile überfüllt. Teils dramatische Szenen spielten sich auch ab, weil Familien weder ihren Waggon noch die reservierten Sitzplätze darin finden konnten. Weinende Kinder, genervte Eltern und gestresste Zugabfertiger waren die Folge. „Den Wagen 31 gibt es nicht, steigen Sie woanders ein, wir können doch auch nichts dafür“, lautete die hilflose Auskunft des Personals. Und dabei hatte Bahnchef Rüdiger Grube sich erst vor wenigen Tagen bei den Berlinern für das seit Monaten herrschende S-Bahn-Chaos entschuldigt.

„Ja, es gibt Einschränkungen“, bestätigte ein Bahnsprecher am Sonnabend. Wegen der extremen Witterung mit Schneeverwehungen käme es deutschlandweit zu Zugausfällen. Auf der Strecke Richtung Köln werde deshalb im Moment „nur einteilig“ gefahren. Normalerweise ist der Zug etwa doppelt so lang, und er wird in Hamm getrennt. Der eine Teil fährt dann Richtung Düsseldorf weiter, der andere Richtung Köln. Viele Fahrgäste wussten das nicht. „Es hat noch nicht einmal Durchsagen über diese Änderungen gegeben“, beschwerte sich ein Mann aus Friedenau, der seine Frau mit den Kindern zum Zug gebracht hatte.

Auch im Bahnhof Südkreuz, wo der bereits gut gefüllte ICE nach Wiesbaden pünktlich um kurz vor 6 Uhr früh am Sonnabend einrollte, mussten sich die Zuggäste neu sortieren: Die Waggons fuhren in einer anderen Reihenfolge als angegeben. Immerhin war diese Information bereits auf den Anzeigetafeln zu lesen.

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