Amtsgericht Berlin

Rabiater Fahrrad-Kurier zu hoher Geldstrafe verurteilt

Foto: dpa / DPA

Als „klares Signal gegen Radler-Rambos“ wertet die Deutsche Polizeigewerkschaft das Urteil gegen einen Berliner Fahrrad-Kurier. Er musste sich nicht nur wegen Fahrens bei Rot vor Gericht verantworten.

Ein rabiater Radfahrer ist jetzt nach Angaben der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin vom Amtsgericht Tiergarten zu 45 Tagessätzen á 25 Euro plus 400 Euro Schmerzensgeld plus Verfahrenskosten verurteilt worden.

Der Kurier war zunächst in Berlin-Pankow bei Rot über die Straße gefahren. Als ein Polizist ihn deshalb stoppen wollte, zeigte der Radler seinen Mittelfinger und fuhr weiter. Auf seiner Flucht bog er um die Ecke und fuhr an einer weiteren Kontrollstelle mutwillig eine Polizistin um.

Der Kurier musste sich laut DPolG wegen Beleidigung, Widerstand und einer Rotlichtfahrt vor Gericht verantworten.

"Wir begrüßen dieses Urteil sehr, es ist ordnungspolitisch wichtig", sagte Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft Berlin.

Immer wieder komme es zu Widerstandshandlungen von "Radler-Rambos gegenüber Polizeibeamten und Mitarbeitern der Ordnungsämter". Zudem nutzten viele Kuriere die verbotenen Fixie-Räder, weil sie leichter und schneller sind. Sie haben jedoch keine Bremsen.

Der DPolG-Landeschef: "Auf Grund ihres Zeitdrucks fahren die Kuriere mit extrem hoher Geschwindigkeit auf dem Gehweg im Slalom um die Fußgänger. Sie springen plötzlich auf die Straße, ohne auf den Verkehr zu achten. Das ist gefährlich und führt oft zu Unfällen." Pfalzgraf kommt zu dem Schluss: Das Urteil sei ein "klares Signal gegen Radler-Rambos".

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