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1. Mai

Pannen-Prozess - Plädoyers kommen nächste Woche

Im Prozess um zwei Jugendliche, die am 1. Mai einen Brandsatz auf Polizisten geworfen haben sollen, werden in der kommenden Woche die Plädoyers beginnen. Die beiden ehemaligen Schüler hatten mehr als sieben Wochen in Untersuchungshaft gesessen, dann sah das Gericht keinen dringenden Tatverdacht mehr. Anfang Januar waren immer mehr Pannen bei den Ermittlungen bekannt geworden.

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Die Gewalt begann früher und war heftiger als im vergangenen Jahr, so lautete die Bilanz der Polizei nach dem 1. Mai.
Foto: dpa
1. Mai 2009: Im vergangenen Jahr begann die Gewalt kam es in den Abendstunden zu heftigen Krawallen in Kreuzberg. Diesmal könnte eine Neonazi-Demo in Prenzlauer Berg Anlass für Randale sein.

Im Prozess wegen versuchten Mordes während der Berliner Maikrawalle werden voraussichtlich am 27. Januar die Plädoyers beginnen. Zunächst sollen vor dem Berliner Landgericht zwei Sachverständige angehört werden, teilte die Justizpressestelle am Montag mit. Angeklagt sind zwei Jugendliche im Alter von 17 und 20 Jahren, die in Berlin-Kreuzberg zwei Molotowcocktails Richtung Polizisten geschleudert haben sollen. Eine Passantin erlitt schwere Brandverletzungen.

Die damaligen Schüler hatten den Vorwurf stets bestritten und von einer Verwechslung gesprochen. Zwei Polizisten hatten die Jungen belastet. Nach mehr als sieben Wochen Untersuchungshaft wurden beide freigelassen. Das Gericht sah keinen dringenden Tatverdacht mehr. Die Strafkammer vertrat nunmehr die Auffassung, die Polizisten könnten sich in ihren Beobachtungen geirrt haben.

Am letzten Gerichtstermin Anfang Januar wurden erneut Pannen bei den Ermittlungen deutlich. Ein Polizist räumte Fehler ein. Indizien, die die Angeklagten womöglich frühzeitig entlastet hätten, seien in dem damaligen Tohuwabohu untergegangen, hatte der Beamte im Prozess erklärt.dpa/mim

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