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Sozialgrab

Bestattungskosten für immer mehr Berliner zu teuer

Immer mehr Berliner können die Beerdigung ihrer Angehörigen nicht mehr bezahlen und beantragen eine Sozialbestattung. Im Jahr gibt Berlin inzwischen rund drei Millionen Euro aus, damit Angehörige ihre Toten würdig unter die Erde bringen können.

Berlin - Invalidenfriedhof
Foto: dpa
Die Sonne scheint über einem Kreuz auf dem Invalidenfriedhof. Immer mehr Berliner können die Beerdigungen ihrer nächsten Angehörigen nicht mehr bezahlen und beantragen eine Sozialbestattung

Immer mehr Hartz-IV-Empfänger und Geringverdiener können die Beerdigungen ihrer nächsten Angehörigen nicht mehr bezahlen und beantragen eine Sozialbestattung. Denn dann begleicht das Land Berlin die Rechnung. Von 2001 bis 2009 haben sich die Ausgaben für Sozialbestattungen allein im Bezirk Mitte fast vervierfacht – auf mehr als eine halbe Million Euro. Im Jahr gibt Berlin inzwischen rund drei Millionen Euro aus, damit Angehörige ihre Toten würdig unter die Erde bringen können.

750 Euro zahlen die Sozialämter Berliner Beerdigungsunternehmen für eine Sozialbestattung. Zusammen mit Friedhofs- und Verwaltungsgebühren kostet ein „Armenbegräbnis“ das Amt rund 1000 Euro. Die Ausgaben werden den Bezirken vom Land zurückerstattet. Bei Sozialbestattungen können Angehörige können zwischen Erd- und Urnengrab wählen.

Um die Beerdigung der nächsten Angehörigen kommt niemand herum, auch wenn die Verstorbenen Schulden hinterlassen. Als Faustregel gilt, dass die gesetzlichen Erben sich darum zu kümmern haben – auch wenn sie selbst kaum Geld besitzen.

Mit dpa

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