Wilmersdorf Wieder Geldautomat in Berlin gesprengt

Foto: Steffen Pletl

Die Serie der Sprengungen von Geldautomaten in Berlin reißt nicht ab. Dieses Mal schlugen die Täter in Wilmersdorf zu. Der Vorraum der Filiale der Santander Bank wurde verwüstet.

An der Badenschen Straße in Wilmersdorf haben unbekannte Täter am frühen Morgen einen Geldautomaten gesprengt. Ein Anwohner hörte gegen 6.30 Uhr einen lauten Knall und alarmierte die Polizei.

Nach ersten Erkenntnissen waren die Täter kurz zuvor in den Vorraum einer Filiale der Santander Bank eingedrungen und hatten den Automaten in die Luft gejagt. Nach Angaben eines Sprechers wurden durch die Detonation des eingeleiteten Gasgemischs mehrere Glasscheiben zerstört. Der Automat sei stark beschädigt worden.

Die Täter flüchteten nach Angaben eines Polizeisprechers mit einer Geldkassette. Laut Aussage des Zeugen waren zwei bis drei Männer an der Tat beteiligt. Sie entkamen in einem hellen Kombi-Fahrzeug unbekannter Marke in Richtung Rathaus Schöneberg. Wer einen solchen Wagen bemerkt hat, wird dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Zurzeit sind Beamte der Kriminaltechnik am Tatort und sichern Spuren.

Auch Einsatzkräfte der Ermittlungsgruppe Giro sind bereits vor Ort. Den Beamten bietet sich ein Bild der Verwüstung: Die Glasfassade des Vorraums der Bank ist den Angaben zufolge vollständig zersplittert. Die Vorderseite des Geldautomaten wurde durch die Sprengung abgerissen.

Serie hält seit Monaten an

Seit Monaten kommt es in der Hauptstadt immer zu Sprengungen von Geldautomaten. Seit Anfang 2013 gab es bereits 36 solcher Taten. Meistens flüchten die Täter ohne Beute, weil die Sprengungen entweder nicht gelingen oder aber infolge der Detonationen Farbpatronen zerplatzen und die Geldscheine damit unbrauchbar machen.

Erst vor einer Woche hatten Unbekannte einen Geldautomaten der Commerzbank in Marienfelde gesprengt. Gegen 3.15 Uhr hatte ein lauter Knall einen 36 Jahre alten Anwohner aus dem Schlaf gerissen. Als er aus dem Fenster schaute, bemerkte er Rauch, der aus dem Bankvorraum drang und alarmierte die Polizei. Kurz darauf sah der Zeuge einen dunklen Wagen, der vom Tatort weg fuhr. Durch die Sprengung des Geldautomaten wurden eine Glasscheibe im Vorraum sowie die Decke beschädigt.

Am 5. Januar brachen bislang unbekannte Täter einen Geldautomaten in einem Kino in Friedrichshain auf. Als eine 41-jährige Mitarbeiterin des Lichtspielhauses gegen 15.20 Uhr zu ihrer Arbeitsstelle in der Boxhagener Straße kam, stellte sie im Vorführraum den aufgebrochenen Geldautomaten fest. Offenbar durchbrachen die Einbrecher die Decke einer im Innenhof befindlichen Außentoilette, um sich so Zutritt zu den daran anschließenden Toilettenräumen des Kinos zu verschaffen. Im Vorführraum brachen sie dann den Automaten auf.

Eine Nacht zuvor knackten Unbekannte in Charlottenburg einen Geldautomaten. Gegen 1.50 Uhr alarmierte ein Passant die Polizei zum U-Bahnhof Kurfürstendamm, da im ersten Untergeschoss die Verblendung eines Geldautomaten gewaltsam entfernt worden war. An die Geldkassette gelangten die Täter nicht. Die Ermittlungen übernahm ein Fachkommissariat beim Landeskriminalamt Berlin.

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