H1N1-Infektion
Zwei Berliner an Schweinegrippe gestorben
Bei den beiden Männern, die im Januar an einer H1N1-Infektion starben, handelt es sich in beiden Fällen um Tumorpatienten. Damit erhöht sich die Zahl der Schweinegrippen-Toten in Berlin insgesamt auf sechs. Rund 8360 Berliner sollen sich inzwischen mit der neuen Grippe infiziert haben.
Dabei hat der Namensgeber Glück gehabt. Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE hat das Virus beim Schwein bisher zu keiner besorgniserregenden Entwicklung geführt. Ganz im Gegenteil: Bisher gibt es keine Beweise, dass Schweine bei der Verbreitung des Virus' eine besondere Rolle spielen.
Zwei weitere Berliner sind jetzt an der Schweinegrippe gestorben. Wie die Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Marie-Luise Dittmar, mitteilte, sei am Sonntag, dem 10. Januar, ein 67 Jahre alter krebskranker Patient, der sich mit dem H1N1-Virus infiziert hatte, gestorben.
Bereits am 5. Januar war ein 59-jähriger Mann, der ebenfalls ein Tumorleiden hatte und sich mit der neuen Grippe infiziert hatte, in einem Spandauer Krankenhaus verstorben. Somit sind in Berlin seit Auftreten der Erkrankung in der Hauptstadt im Sommer 2009 sechs Menschen an den Folgen einer H1N1-Infektion gestorben. Insgesamt 8359 Berliner haben sich mit der neuen Grippe infiziert.
Da die Erkrankung meist harmlos verläuft, ist die Impfbereitschaft in der Bevölkerung gering. In Berlin haben sich erst 120.000 Menschen gegen das Virus impfen lassen. Ursprünglich hatte der Senat zwei Millionen Impfdosen Pandemix bestellt, damit ein Drittel der Bevölkerung immunisiert werden kann. Mittlerweile steht fest, dass eine Einfachimpfung meist ausreicht und die Krankheit nicht so gefährlich ist wie zunächst angenommen. Wie auch andere Bundesländer wird Berlin wohl nicht alle der zwei Millionen bestellten Impfdosen vom Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) abnehmen müssen.
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