Kurzarbeit
28 Firmen in der Region unter Betrugsverdacht
In Berlin und Brandenburg stehen 28 Unternehmen im Verdacht, Kurzarbeitergeld erschlichen zu haben. In vielen Fällen würden nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit Arbeitszeiten manipuliert. Bundesweit werden rund 850 mögliche Missbrauchsfälle überprüft.
28 Unternehmen in Berlin und Brandenburg stehen im Verdacht, Kurzarbeitergeld erschlichen zu haben. Die Arbeitsagenturen, das Hauptzollamt und die Staatsanwaltschaft überprüften in diesen Fällen derzeit, ob ein Ermittlungsverfahren wegen Leistungsmissbrauch eingeleitet werden müsse, sagte der Sprecher der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Olaf Möller, am Dienstag in Berlin. Er verwies darauf, dass sich vermeintliche Betrügereien häufig als unbeabsichtigte Fehlberechnungen bei der komplizierten Kurzarbeitergeld-Regelung herausstellten.
Bundesweit gibt es zur Zeit 850 Verdachtsfälle. In zwei Drittel der Fälle sollen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit die Arbeitszeitaufzeichnungen manipuliert worden sein. In 40 Fällen soll den Beschäftigten das Kurzarbeitergeld vorenthalten worden sein. Die meisten Hinweise gehen demnach auf anonyme Anzeigen von betroffenen Beschäftigten zurück.
"Die Überprüfung ist sehr, sehr schwierig", sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit. In den meisten Fällen würden Arbeitszeiten manipuliert. "Die Arbeitnehmer verlassen ihren Arbeitsplatz und stempeln sich aus, kehren aber umgehend zurück und nehmen ihre Arbeit wieder auf." Die eingereichten Unterlagen seien dann in Ordnung, ein Missbrauch könne daraus nicht herausgelesen werden.













