Vor Bank niedergestochen
Berliner Polizist nach Überfall außer Lebensgefahr
Der Polizeibeamte außer Dienst wurde vor einer Sparkasse in Reinickendorf von mindestens einem Täter angegriffen und niedergestochen. Dabei wurde er auch am Herz getroffen. Nach einer mehrstündigen Operation ist der Zustand des Mannes inzwischen stabil. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach den Angreifern und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Die Tat ereignete sich am frühen Morgen gegen 4 Uhr an der Residenzstraße. Der Polizist außer Dienst wurde schwer verletzt. Am Tatort zeugten Blutspuren im Schnee von dem Verbrechen.
Der am Sonntagmorgen in Berlin-Reinickendorf niedergestochene Polizist ist jetzt außer Lebensgefahr. Der Mann liege nach einer Notoperation im Deutschen Herzzentrum aber noch auf der Intensivstation, sagte eine Sprecherin des Herzzentrums am Montag. Mittlerweile sei der 47-Jährige wieder ansprechbar. Er habe drei Stichwunden erlitten. Ein Messerstich habe das Herz getroffen. Das Opfer wurde in einer mehrstündigen Operation gerettet.
Ein unbekannter Täter hatte Polizeioberkommissar Detlef P. mit einem Messer angegriffen, wobei die Klinge auch das Herz verletzte. Der Mann brach vor der Sparkasse am Franz-Neumann-Platz zusammen. Nach Informationen von Morgenpost Online hatte der nicht uniformierte Beamte Geld an einem Bankautomaten an der Residenzstraße gezogen und war kurz darauf von mehreren Männern angegriffen worden.
Trotz der lebensbedrohlichen Verletzung konnte sich der Polizist von der Sparkasse an den Straßenrand schleppen und gegen 4.23 Uhr seine Kollegen alarmieren. Bei Eintreffen der Rettungskräfte war der Vater dreier Kinder und Fahrlehrer bei der Landespolizeischule noch bei Bewusstsein. Detlef P. habe den Messerstecher gegenüber einem Sanitäter als „Ausländer mit Mütze“ beschrieben.
Wie Morgenpost Online erfuhr, durften am Nachmittag bereits Angehörige zu dem Polizeibeamten. Der Mann schwebt nicht mehr in Lebensgefahr, sein Zustand ist stabil, erfuhr Morgenpost Online. Die Ermittler setzen jetzt darauf, dass der Beamte selbst noch wichtige Informationen liefern kann. Da er inzwischen ansprechbar ist, wurde er auch schon kurz befragt, für eine Vernehmung sei es aufgrund des Gesundheitszustandes aber noch zu früh, hieß es.
Die 5. Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Ob es sich bei dem Verbrechen tatsächlich um einen versuchten Raubüberfall gehandelt hat, werde derzeit noch untersucht.
Zur Aufklärung des Falls bittet die Polizei um Mithilfe. Sie fragt, wer Verdächtiges in der Zeit zwischen 4.10 und 4.30 Uhr im Bereich der Residenzstraße beobachtet hat. Hinweise nehmen die 5. Mordkommission des Landeskriminalamts unter der Telefonnummer 4664/911502 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
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