Berliner Nahverkehr
Das Jahr 2010 beginnt für die S-Bahn mit Fehlstart
Samstag, 2. Januar 2010 10:39 - Von Thomas Fülling und Katrin SchoelkopfDas Chaosjahr der S-Bahn endete mit einem Chaos - 2010 begann somit schlecht. Ein Stromausfall legte die Ringbahn lahm, vereiste Türen sorgten für Behinderungen. Ab Montag gilt ein neuer Notfallfahrplan, es bleiben weiterhin Linien komplett eingestellt.
In der Silvesternacht hat ein Stromausfall erneut zu stundenlangem Chaos bei der Berliner S-Bahn geführt. Ursache könnte ein Böller gewesen sein, der einen Verteilerkasten beschädigte. Der Verkehr der S1, S2, S25, S8 sowie der Ringbahnen S41 und S42 war stark eingeschränkt. Zudem sorgten vereiste Fußleisten an zwei Zügen dafür, dass sich Türen nicht öffnen ließen. Dadurch kam es insbesondere im Bahnhof Friedrichstraße zu Verkehrseinschränkungen.
Ab Freitagmorgen normalisierte sich der Betrieb bei S-Bahn und BVG, doch es bleibt bei Behinderungen. Ab Montag will die S-Bahn einen nochmals ausgedünnten Notfahrplan bieten. Auf dem Ring (S41 und S42) fahren die Züge nur im Zehn-Minuten-Takt. Auf der Linie S2 fahren Verstärkerzüge nur zwischen Buch und Potsdamer Platz. Auf der Ost-West-Linie enden die S-Bahnen aus Erkner in Westkreuz, die Züge aus Friedrichshagen fahren nur bis Ostbahnhof. Die Linie S5 verkehrt von Strausberg Nord bis Olympiastadion alle 20 Minuten, zwischen Hoppegarten und Warschauer Straße alle zehn Minuten. Die S7 fährt nur alle 20 Minuten von Ahrensfelde nach Potsdam. Die Linien S45 (Flughafen Schönefeld–Südkreuz) und S85 (Grünau–Waidmannslust) bleiben eingestellt.






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