Stadtplanung
Star-Architekten zeigen ihre Ideen für Berlins Mitte
Ein Central Park, ein City-Hafen, eine große „städtische Bühne"? Ein archäologisches Grabungsfeld oder lieber eine multifunktionale Amüsiermeile? Das sind die fünf Visionen, die die Büros Graft, David Chipperfield Architects und Kiefer Landschaftsarchitekten im Auftrag der Senatsbaudirektorin Regula Lüscher für die historische Mitte Berlins gemeinsam entwickelt haben.
Das 14 Hektar große, bislang namenlose Areal zwischen Fernsehturm und Schloßplatz soll nach dem Bau der U-Bahn ab 2017 neu gestaltet werden. Offen ist aber, wie das historische Zentrum Berlins künftig aussehen soll. Mit diesen Visionen will die Senatsbaudirektorin die Diskussion eröffnen. Sie wolle deshalb auch nicht sagen, welcher Vorschlag ihr persönlich am besten gefalle.
Viele Bürger werden sich angesichts dieser Pläne allerdings fragen, warum sich keine der Visionen für ein Rathausforum mit der aktuell so kontrovers diskutierten Frage beschäftigt, ob man das zu DDR-Zeiten abgerissene ehemalige Marienviertel nicht wieder in seinen historischen Grundrissen aufbauen sollte. Ob eine der fünf Freiraumvisionen oder die kritische Rekonstruktion des alten Stadtgrundrisses eine Chance bekommt, wird spätestens im Sommer 2011 feststehen. Vor den Berliner Wahlen will die Senatsbaudirektorin ein Entwicklungskonzept von Senat und Abgeordnetenhaus bestätigen lassen. Auf dieser Grundlage solle 2012 ein internationaler Gestaltungswettbewerb starten.
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