Kooperation
Berlin soll Europas größtes Medizin-Labor bekommen
In Berlin soll ein Riesenlabor gebaut werden, das planen die Universitätsklinik Charité und der landeseigene Klinikbetrieb Vivantes gemeinsam. Beide wollen mit der Zusammenlegung ihrer Labore Geld sparen. Dazu sollen fast 100 Stellen gestrichen werden.
Die Universitätsklinik Charité und der landeseigene Klinikbetrieb Vivantes wollen ein gemeinsames Laborunternehmen gründen. Dafür haben jetzt die Aufsichtsräte beider Unternehmen vorbehaltlich der Zustimmung aller nach dem Universitätsmedizingesetz zuständigen Gremien grünes Licht gegeben, teilten beide Unternehmen am Freitag mit. Der Start der Gesellschaft, an der beide Partner 50 Prozent der Anteile halten sollen, ist für den 31. Dezember 2010 geplant.
Demnach soll Europas größtes Labor am Charité-Campus Virchow-Klinikum in Wedding gebaut werden. Geplant ist, die Labormedizin beider Klinikbetriebe in eine GmbH umzuwandeln. An die Spitze der gemeinsamen Gesellschaft wollen Vivantes und Charité zwei Geschäftsführer berufen.
Laut Businessplan für das neue "In-Vitro-Diagnostik-Zentrum", der Morgenpost Online vorliegt, soll der Klinikneubau etwa zehn Millionen Euro kosten. Durch gemeinsame Ausschreibungen für Sachleistungen könnten 15 Prozent der Kosten eingespart werden. Durch die Fusion soll aber auch die Mitarbeiterzahl drastisch abgesenkt werden: Von 250 Charité-Vollkräften blieben 166 übrig. Bei Vivantes würden von bisher 152 Vollkräften im Jahr 2015 nur noch 138 gebraucht.













