31.03.2013, 18:38

Ostern Schnee zur Sommerzeit und Andrang in Berlins Kirchen


In der Nähe des Brandenburger Tores in Berlin wird Glühwein angeboten. Schließlich liegt ja noch Schnee. Viele Menschen nutzen die Osterfeiertage, um die Bundeshauptstadt zu besuchen

Foto: Rainer Jensen / dpa

In der Nähe des Brandenburger Tores in Berlin wird Glühwein angeboten. Schließlich liegt ja noch Schnee. Viele Menschen nutzen die Osterfeiertage, um die Bundeshauptstadt zu besuchen Foto: Rainer Jensen / dpa

Schneefall, wenn die Uhren auf Sommer gestellt werden, Matsch und Kälte bei der Eiersuche: So ist das Osterfest 2013 eine Herausforderung. Viele Berliner nutzen die freien Tage dennoch sehr gut.

Pünktlich zu Ostern und zum Beginn der Sommerzeit hat es im Raum Berlin wieder geschneit. Auf den Straßen in der Hauptstadt blieb es am Sonntag aber ruhig. Größere durch das Wetter bedingte Unfälle gab es aber nicht, sagte ein Sprecher der Polizei. Viele Menschen bevorzugten an den kaltnassen Feiertagen ein Dach über dem Kopf – sie besuchten einen der vielen Gottesdienste oder ein Museum.

Die Kirchen waren am Ostersonntag traditionsgemäß gut besucht. Mehr als 500 Menschen kamen bereits am Samstagabend in den Gottesdienst der Berliner Stadtmission in der Halle des Hauptbahnhofs. "Es war ein bewegender Gottesdienst. Bitterarme und Wohlhabende hörten zu und beteten. Oben rollten die Züge", sagte der Leiter der Bahnhofsmission am Zoo, Dieter Puhl. In dem Gottesdienst mit der Botschaft "Ihr seid nicht allein auf euch gestellt." wurde auch um verstärkte Hilfe für Bedürftige gebeten.

Lange Wartezeiten auf der Museumsinsel

Am Sonntag tummelten sich wie schon an den beiden Vortagen zahlreiche Besucher in den Museen in der Hauptstadt. Besonders vor den Häusern auf der Museumsinsel mussten die Menschen teilweise längere Wartezeiten in der Kälte hinnehmen, berichteten Besucher. "Es kommen deutlich mehr Menschen als sonst", sagte ein Mitarbeiter des Jüdischen Museums am Sonntag. Für den Ostermontag rechnete er mit einem noch volleren Haus.

Wer in der Kälte im Strandkorb mit Schnee- und Wasserblick sitzen wollte, verbrachte die Feiertage im Strandbad Wannsee, das seit Karfreitag offen ist. An dem Tag hatten schon einige Hartgesottene im eiskalten Wasser ihre ersten Runden gedreht.

Frühlingswetter bleibt weiter aus

Für den Montag sagte der Deutsche Wetterdienst immerhin vier Grad und ein kleines bisschen Sonne voraus. Doch auch direkt nach Ostern ist nach Ansicht der Wetterexperten kein Frühlingswetter in Sicht.

Die Hauptstadt hat den kältesten März seit 130 Jahren erlebt. Das hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitgeteilt. Seit 1883 war es im März nicht mehr so kalt in Berlin. Die durchschnittliche Temperatur in diesem Monat lag bislang bei minus 0,9 Grad. Im vergangenen Jahr lag der Wert bei knapp 7,5 Grad – über Null.

(dpa/seg)
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