Berlin-Kreuzberg Schlägerei vor Zulassungsstelle - fünf Männer verletzt

Foto: Britta Pedersen / dpa

Zwei größere Gruppen waren vor der Kfz-Zulassungsstelle an der Jüterboger Straße in Berlin-Kreuzberg aufeinander losgegangen. Erst ein größeres Polizeiaufgebot setzte dem ein Ende.

Bei einer Massenschlägerei vor einer Berliner Autozulassungsstelle sind fünf Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

Drei 17, 20 und 25 Jahre alte Tatverdächtige wurden festgenommen, fünf Männer im Alter von 18 bis 51 Jahre verletzt und in Krankenhäuser gebracht.

Gegen 12.30 Uhr gingen demnach zwei größere Gruppen mit Schlagutensilien und Messern aus bislang ungeklärten Motiven an der Jüterboger Straße in Berlin-Kreuzberg aufeinander los.

Ein zur Hilfe gerufener 28 Jahre alter Beamter gab vor dem Gebäude einen Warnschuss in die Luft ab und die Lage beruhigte sich laut Polizei zunächst. Allerdings nicht lange. Kurze Zeit später prügelten beide Gruppen wieder aufeinander ein. Nur weitere alarmierte Polizisten brachten die Lage schließlich unter Kontrolle.

Eine Mordkommission ermittelt

Zeugen berichteten, die Kontrahenten hätten die Zwangspause zwischen den beiden Massenschlägereien genutzt, um telefonisch weitere Familienangehörige zur Unterstützung anzufordern. Die kamen dann auch schnell zur Zulassungsstelle in Kreuzberg. Die Situation eskalierte.

Die Beteiligten, überwiegend Männer mit Migrationshintergrund, gaben sich gegenüber den Beamten in gewohnter Manier äußerst schweigsam. Das gehört auch bei anderen Streitigkeiten zu ihrer Art, nicht mit deutschen Behörden zu kooperieren. Möglicherweise ging es bei dem Streit um die Familienehre. Im Vorfeld soll es bereits viele Bedrohungen und auch Mordankündigungen gegeben haben.

Eine Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes, so die Polizeisprecherin. Dies sei allerdings lediglich ein routinemäßiger Vorgang, sobald ein Polizeibeamter von der Schusswaffe Gebrauch macht.

Die festgenommenen Männer sollen nun vernommen werden. Zudem werden noch zahlreiche Zeugen befragt.

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