05.03.2013, 13:51

Umfrage BER-Debakel kratzt an Wowereits Popularität


Im Umfragetief: In der Beliebtheitsskala der Berliner Politiker hängt Klaus Wowereit auf dem drittletzten Platz fest

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Im Umfragetief: In der Beliebtheitsskala der Berliner Politiker hängt Klaus Wowereit auf dem drittletzten Platz fest Foto: Kay Nietfeld / dpa

Berlins Regierungschef Wowereit kommt wegen des BER-Debakels nicht aus dem Umfragetief heraus. Dafür punktet die CDU kräftig.

Das Flughafen-Debakel hält Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) im Popularitätstief. Der 59-Jährige verharrt abgeschlagen auf dem drittletzten Platz im Beliebtheitsranking der Berliner Politiker, ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der "Berliner Zeitung". Dafür wurden 1002 Berliner zwischen dem 20. und 28. Februar befragt.

Inzwischen rutscht auch die Berliner SPD immer weiter ab. Mit 24 Prozent (-1) liegt die größere Regierungspartei in Umfragen jetzt deutlich hinter ihrem Koalitionspartner CDU mit 29 Prozent und gleichauf mit den Grünen (-1). Die Hauptstadt-Union konnte im Vergleich zum Januar 3 Punkte dazugewinnen. Zum beliebtesten Politiker stieg erneut Gesundheits- und Sozialsenator Mario Czaja (+1,0) von der CDU auf. Auf Platz 2 steht Finanzsenator Ulrich Nußbaum (+0,9).

Wowereit verlor im Februar noch einmal 0,1 Punkte und landete bei einem Wert von -0,5. Nur die beiden Piraten-Fraktionschefs Christopher Lauer und Andreas Baum sind mit -0,8 noch unbeliebter. Innensenator Frank Henkel (CDU) konnte sich dagegen wieder von Platz 5 auf auf Platz 3 (+0,7) hocharbeiten.

V-Mann-Affäre kostete Punkte

Der CDU-Politiker hatte im vergangenen Herbst wegen der V-Mann-Affäre bei der Berliner Polizei und der Aktenschredderung im Verfassungsschutz ebenfalls deutlich an Beliebtheit eingebüßt. Den dritten Platz teilt sich Henkel mit der Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop, Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) und SPD-Fraktionschef Raed Saleh.

Die Linke erzielte im Februar unverändert 10 Prozent. Die Piraten verloren 1 Punkt auf jetzt 6 Prozent. Die FDP wird seit ihrem Auszug aus dem Abgeordnetenhaus im Herbst 2011 nicht gesondert ausgewiesen.

Mit Blick auf die Bundestagswahl fällt die SPD noch dramatischer hinter die CDU zurück. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die CDU laut Umfrage 33 Prozent bekommen, die SPD dagegen nur 21 Prozent. dpa/mim

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