28.02.2013, 10:12

Tarifvertrag Warnstreik legt Schleuse Mühlendamm lahm


Die Schleuse Mühlendamm wird bestreikt

Foto: dpa Picture-Alliance / Schuh, Florian / picture alliance / dpa

Die Schleuse Mühlendamm wird bestreikt Foto: dpa Picture-Alliance / Schuh, Florian / picture alliance / dpa

An zehn Schleusen in Berlin und Brandenburg hat ein Warnstreik von Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung den Schiffsverkehr gestoppt.

Zehn Schleusen in Berlin und Brandenburg sind am Donnerstag wegen eines Warnstreiks dicht geblieben. Rund 700 Beschäftigte der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung schlossen sich nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di in der Hauptstadt dem bundesweiten Protest gegen Umstrukturierungspläne der Bundesregierung an.

Bei einer Kundgebung vor dem Bundesverkehrsministerium in Mitte stellte sich Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) den Demonstranten. Der Minister habe Sondierungsgespräche zu einem Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung zugesagt, sagte ein Ver.di-Sprecher. Diese sollten am 5. März beginnen.

Die Gewerkschaft befürchtet bei der geplanten Verwaltungsreform Entlassungen. 2000 von 12.000 Arbeitsplätzen, vorwiegend in Ostdeutschland, seien bedroht.

Ramsauer hatte im Juni 2012 angekündigt, die Zahl der Ämter in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung von 53 auf 34 zu reduzieren. Damit soll ein Stellenabbau um etwa 20 Prozent verbunden sein – ohne Entlassungen.

In Berlin und Brandenburg hielten sich nach Angaben der Behörden die Folgen des Streiks in Grenzen. Nur einige Schiffe seien nicht weiter gekommen. An der Schleuse Charlottenburg lag demnach ein Schiff mit einer Ladung Diesel fest. In Brandenburg war auch das Schiffshebewerk Niederfinow von dem Streik betroffen.

In Nordrhein-Westfalen konnten wegen der Schließung von Schleusen des Rhein-Herne-Kanals und des Wesel-Datteln-Kanals mehr als 100 Schiffe nicht weiterfahren.

(dpa/anni)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter