26.02.13

Berlin

Kabeldiebe und Fehlalarm stören S-Bahn-Verkehr

Kabeldiebe haben bei der S-Bahn für Zugausfälle und Verspätungen gesorgt. Ein "Brandanschlag" auf einen Zug erwies sich als Fehlalarm.

Ein Fehlalarm und Kabeldiebe haben am Dienstagmorgen zu Störungen im Berliner S-Bahnverkehr geführt.

In Lichtenberg zwischen Ostkreuz und Karlshorst fielen einige Züge aus, ebenso im Norden in der Nähe des S-Bahnhofs Pankow, teilte die S-Bahn mit.

Etwas "Helles" gesehen

Ein Triebwagenführer der Linie S3 hatte demnach in der Nähe des S-Bahnhofs Rummelsburg in Lichtenberg kurz nach 5 Uhr etwas Helles gesehen und Alarm in der Zentrale geschlagen.

Weder die Bundespolizei noch die Feuerwehr oder der Sicherheitsdienst der Bahn fanden aber später Brandspuren oder Beschädigungen an Gleisen oder dem Zug.

Die Feuerwehr hatte am frühen Morgen zunächst von einem Alarmruf wegen eines möglichen Brandanschlags gesprochen. Der Einsatz war aber schnell und ohne Ergebnis beendet.

Laut der Bundespolizei hatte der Lokführer den Eindruck, dass sein Zug mit einem brennenden Gegenstand beworfen wurde. "Wir haben alles abgesucht", sagte ein Sprecher. "Es gab kein Feuer." Die Strecke war zwischen 5.30 Uhr und 6 Uhr gesperrt.

Kabeldiebe stören den Zugverkehr

Kabeldiebe legten am Dienstagmorgen die S9 teilweise lahm. Die Bahn fuhr nur zwischen den Bahnhöfen Flughafen Schönefeld und Treptower Park, teilte die S-Bahn Berlin GmbH mit. Die Diebe hatten in der Nacht zwei 16 Meter lange Leitungen gestohlen.

Wegen der dadurch am Bahnhof Pankow ausgelösten Signalstörung könne die Strecke nach Pankow nicht bedient werden, so die S-Bahn.

Zwischen Treptower Park und Schönhauser Allee mussten die Fahrgäste auf die S41/S42 und die S8 sowie zwischen Schönhauser Allee und Pankow auf die Linie S8 und die U-Bahn-Linie 2 umsteigen. Auch auf der S2 und der S8 kam es zu Verspätungen. Die Signalstörung war laut der Bahn gegen 10 Uhr wieder behoben.

Brandursache noch unklar

In Rummelsburg hatte bereits am Donnerstagabend vergangener Woche ein Kabelbrand den Verkehr auf den Linien S5, S7 und S75 lahmgelegt. Zu dem Brand am Bahnhof Nöldnerplatz nahe dem Bahnhof Ostkreuz gebe es bisher aber noch keine konkreten Erkenntnisse zur Ursache, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Hinweise auf einen Anschlag fehlten bisher, ein Bekennerschreiben liege nicht vor. Der Staatsschutz ermittelt aber, weil ein politisch motivierter Anschlag nicht ausgeschlossen wird.

Im Mai 2011 hatten vermutlich linksextreme Täter einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Bahnhof Ostkreuz verübt. Der Verkehr wurde damals erheblich gestört. Zu dem Anschlag bekannte sich eine unbekannte Gruppe, die damit gegen Krieg und Atomkraft protestieren wollte. Die Brandstifter sind nach wie vor nicht gefasst.

Quelle: dpa/mim
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