22.02.13

Beschlagnahmt

Berliner Waffennarr hortet 22 Pistolen und Gewehre

22 illegale Waffen hat die Berliner Polizei in Lankwitz beschlagnahmt. Der 80-Jährige hatte sich sogar einen Schießstand im Keller angelegt.

Von Peter Oldenburger
Foto: Polizei Berlin
Lager in Lankwitz entdeckt: Ein 80 Jahre alter Senior hortete diese Waffen
Lager in Lankwitz entdeckt: Ein 80 Jahre alter Senior hortete diese Waffen

Einem 80 Jahre alten Mann aus Berlin-Lankwitz droht ein Verfahren wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Waffengesetz.

Das ist das Ergebnis einer Wohnungsdurchsuchung durch Beamte des Landeskriminalamtes. Der Senior hatte in seiner Wohnung nicht nur zahlreiche Gewehre und reichlich Munition gehortet.

Zusätzlich wurde bei der Durchsetzung eines richterliches Durchsuchungsbeschlusses einen in Kellerräumen versteckt eingebauten 25 Meter langen Schießstand entdeckt.

Der 80-Jährige wurde festgenommen und sollte nach Polizeiangaben noch am Freitag einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Umfangreiches illegales Waffenlager

Die Ermittler des LKA 443 rückten am Freitagmorgen gegen 6.45 Uhr im Haus des 80-Jährigen an der Haynauer Straße an. Für den Besitz von vier Schusswaffen konnte der Verdächtige amtliche Genehmigungen vorweisen. Darüber hinaus hatte der Mann jedoch ein umfangreiches illegales Waffenlager in seinen Räumen verborgen.

Neben neun Pistolen unterschiedlicher Hersteller und Kaliber – darunter eine Maschinenpistole – besaß der Waffennarr nicht weniger als 13 Gewehre, von denen nach Polizeiangaben zwei mit Schalldämpfern ausgerüstet waren.

Außerdem beschlagnahmten die Beamten ein vermutlich illegales Schießgerät, das einem präparierten Florettsäbel ähnelt.

Damit der Lankwitzer die Funktion seiner Schusswaffen jederzeit überprüfen konnte, hatte er im Kellergeschoss seines Hauses eine Schießanlage in einem 25 Meter langen Raum angelegt.

Auch für die notwendige Munition zu den Schießübungen hatte der Rentner vorgesorgt. In drei Kisten befanden sich nach Polizeiangaben etwa 7500 Schuss Munition verschiedenster Kaliber, die am Freitag ebenso beschlagnahmt wurden.

Die noch gültige Waffenbesitzkarte zogen die Beamten ein. Wie die Ermittler auf den Waffennarren gestoßen waren, wollte die Polizei am Freitag nicht mitteilen. In seiner Vernehmung gab der Beschuldigte an, sich bereits seit seiner Kindheit für Waffen zu interessieren. Weil er gesetzliche Bestimmungen missachtet hat, droht dem Senior nun eine Anklage.

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