20.02.13

Polizei warnt

Berliner Profi-Diebe stehlen iPhones mit Trick

Trickreiche Diebesbanden lenken in Berlin Smartphone-Besitzer ab - und klauen binnen Sekunden das Gerät. Es gibt zahlreiche Fälle.

Foto: REUTERS
File photo of an employee holding Apple's iPhone 4s and Samsung's Galaxy S III at a store in Seoul
Die Polizei warnt: Handys und Smartphones, vor allem iPhones und Geräte von Samsung, werden besonders gern von Trickdieben gestohlen

Gleich zwei Gruppen von Smartphone-Dieben konnten am Dienstag in Charlottenburg gefasst werden. Angesichts einer aktuellen Häufung solcher Fälle rät die Berliner Polizei zur Vorsicht und mahnt, besser auf seine Wertgegenstände zu achten.

Die in Gruppen auftretenden Täter gingen oft sehr trickreich zu Werke gehen und würden nur einen Augenblick für ihre Taten benötigen. Ob in Gaststätten, Restaurants, Friseur- oder Kosmetikläden – überall gilt: In der Öffentlichkeit sollten Wertgegenstände wie Handys oder Geldbörsen statt auf Tischen abgelegt immer unbedingt am Körper getragen werden. Die Diebe haben es vor allem auf teure Smartphones wie iPhones von Apple oder die Geräte von Samsung und HTC abgesehen.

Auch an Orten, wo man sich sicher fühle, etwa am Arbeitsplatz, sollte die Wachsamkeit nicht nachlassen. Von Vorteil seien etwa verschließbare Innentaschen von Jacken und Mänteln oder mit Reißverschlüssen versehene Taschen an der Kleidung.

Anlass für die am Mittwoch herausgegebene Warnung des Landeskriminalamtes seien die vermehrt registrierten Anzeigen seit Jahresbeginn, so ein Polizeisprecher. In den ersten Wochen habe es in Berlin 79 solcher Taten gegeben. Die Täter stammten überwiegend aus Südosteuropa.

Die Masche ist von Taschendieben bekannt und nicht völlig neu, wohl aber die Tatorte und das Objekt der Begierde. Würden bislang den potenziellen Opfern gern Stadtpläne oder ein Klemmbrett mit Unterschriften- oder Spendenlisten unter die Nase gehalten, genügt den iPhone-Jägern heute auch eine Speisekarte oder ein anders X-beliebiges Schriftstück, berichtet ein sachkundiger Kriminalhauptkommissar.

Diebe setzen auf Ablenkungsmanöver

So betraten Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr zwei junge Männer in Begleitung einer Frau eine Anwaltskanzlei an der Meinekestraße und hielten einer Angestellten einen Zettel hin. Das simple Verdecken mit dem Papier reichte den Tätern, ein hochwertiges Handy der Frau unbemerkt an sich zu nehmen und im nächsten Moment das Büro wieder zu verlassen.

Polizisten gelang es, die beiden 19 und 23 Jahre alten Rumänen und ihre 28-jährige Landsfrau und Komplizin in einem Auto an der Straßenkreuzung Bliese- und berliner Straße festzunehmen. Das gestohlene Mobiltelefon hatten sie noch bei sich.

Ebenfalls aus Rumänien stammen fünf Tatverdächtige, die am Dienstagabend gefasst werden konnten. Die Männer hielten einem 45-Jährigen und seiner 32 Jahre alten Begleiterin in einem Restaurant in der Mommsenstraße Papier hin und nutzten die kurze Ablenkung, zwei IPhones verschwinden zu lassen. Zivilbeamte konnten das Quintett kurz darauf festnehmen und beide Handys beschlagnahmen.

Bei der Durchsuchung der Tatverdächtigen fanden die beamten ein weiteres Mobiltelefon, dass den Tätern quasi "im Vorbeigehen" nach der Tat in dem Lokal im einem Friseursalon gestohlen worden war. Beide Tätergruppen, von denen kein Beteiligter einen Wohnsitz in Berlin hat, wurden einem Fachkommissariat überstellt. Ermittelt werde jetzt vor allem, ob die Tatverdächtigen für weitere Diebstähle verantwortlich seien, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Quelle: pol
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