20.02.13

Tourismusrekord

Briten, Russen und Schweden fliegen auf Berlin

Berlins Anziehungskraft ist ungebrochen. Die meisten Besucher kommen aus Deutschland. Den stärksten Zuwachs bringen aber ausländische Gäste.

Foto: dpa

Berlin lockt die Touristen sogar bei Kälte
Berlin lockt die Touristen sogar bei Kälte

Der Berliner Tourismus-Boom hält an. Die Übernachtungszahl erreichte auch im vergangenen Jahr einen Rekord und stieg um 11,4 Prozent auf 24,9 Millionen. Die Zahl der Gäste wuchs um zehn Prozent auf gut 10,8 Millionen. "Berlin schreibt gerade eine starke Comeback-Story als Weltstadt", sagte Burkhard Kieker, der Chef der landeseigenen Tourismusagentur VisitBerlin. In zehn Jahren hätten sich die Zahlen mehr als verdoppelt. Der Senat kämpft unterdessen gegen die Auswüchse des Ansturms. Er will die Zahl der Ferienwohnungen eindämmen. Und er will Besucher mit einer Bettensteuer für Berlins Attraktivität mitbezahlen lassen.

Die Finanzverwaltung werde dem Senat in den nächsten zwei bis drei Wochen einen neuen Gesetzentwurf für die sogenannte City Tax vorlegen, sagte Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU). Diese Steuer müssten Gäste mit der Hotelübernachtung bezahlen. Ein erster Entwurf war zurück in die Verwaltung gegangen, um den zahlreichen rechtlichen Fallstricken auszuweichen. "Es muss eine rechtssichere und praktikable Regelung sein", forderte Yzer. Die Einnahmen sollten dann in den Tourismus und die Kultur fließen.

Berlins Tourismuswerber dämpft die Erwartungen

"Der Tourismus und das Kongressgeschäft haben sich als Motor bewiesen, der Berlin bewegt", sagte die Senatorin. Ein Viertel der Übernachtungen entfielen inzwischen auf Kongressbesucher. Besonders stark wuchs wieder die Zahl ausländischer Gäste, die nun über 40 Prozent liegt. Die meisten von ihnen kamen aus Großbritannien, die stärksten Zuwächse brachten neben ihnen Russen und Schweden. Kieker dämpfte die Erwartungen: "Wir werden nicht jedes Jahr zweistellig wachsen können."

Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes hat sich die Intensität des Tourismus in Berlin in zwanzig Jahren verdreifacht. Damit ist die Zahl der Übernachtungen pro Einwohner gemeint. Mit einem Wert von 6,5 hatte Berlin schon 2011 Bayern eingeholt – jedoch auf viel kleinerer Fläche. Kieker sagte, es sei wichtig, dafür zu sorgen, dass die Berliner den Tourismus weiter akzeptierten. Die Zahl von 15.000 Ferienwohnungen sei zu hoch. "Es ist gut, dass der Senat die Handbremse zieht." Das im Sommer 2012 angekündigte Gesetz dazu lässt jedoch auf sich warten, die Abstimmung in der Koalition läuft noch.

Quelle: dpa/ap
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