19.02.2013, 13:56

Berliner Statistik Zahl stark betrunkener Jugendlicher geht zurück

Im Jahr 2011 wurden 337 Berliner zwischen 10 und 19 Jahren mit der Diagnose Alkoholvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert.

Es gibt einen erfreulichen Rückgang beim "Komasaufen": Erstmals seit 2004 ist in Berlin die Zahl der jungen Menschen, die mit einer akuten Alkoholvergiftung im Krankenhaus landeten, deutlich gesunken.

Im Jahr 2011 wurden in der Hauptstadt 337 junge Berliner zwischen 10 und 19 Jahren mit dieser Diagnose eingeliefert, im Jahr zuvor waren es noch 397. Das berichteten Gesundheitssenatsverwaltung und die Fachstelle für Suchtprävention am Dienstag.

Damit steuert Berlin gegen den leicht ansteigenden Bundestrend. Der Rückgang der Krankenhausbehandlungen sei ein positives Signal, sagte Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU). "Die Präventionskampagne 'Na klar' läuft erfolgreich."

Starker Rückgang bei den 15- bis 19-Jährigen

Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigen den Trend, der sich schon zuvor abzeichnete: Berlin hatte 2011 mit 140 Fällen pro 100.000 Einwohner weniger als halb so viele Fälle wie im Bundesdurchschnitt (325 pro 100.000).

"Einen besonders starken Rückgang gab es bei den 15- bis 19-Jährigen, also in der Hochrisikogruppe", beschrieb Fachstellenleiterin Kerstin Jüngling. Insgesamt glichen sich die Geschlechter zahlenmäßig langsam an, leichte Anstiege beim Rauschtrinken gebe es bei den Jungen zwischen 10 und 14 Jahren.

Als weiteren Grund für den insgesamt rückläufigen Trend nannte Jüngling, dass in Berlin viele Menschen Alkohol aus kulturellen Hintergründen meiden würden. "Außerdem sind Eltern und Lehrer sensibler geworden, in Sachen Prävention zieht der Berliner Einzelhandel bundesweit vorbildlich mit und auch der Fußballverband schult seine Trainer."

(dpa/sei)
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