17.02.13

Kriminalität

Jugendlicher bei Überfall in Berlin erstochen

Ein Mann wird in Reinickendorf von drei Jugendlichen überfallen. Er wehrt sich und sticht mit einem Messer zu. Ein 18-Jähriger stirbt.

Foto: Steffen Pletl
Totschlag
An der Hechelstraße in Reinickendorf endete ein Raubüberfall für einen der Angreifer tödlich

In Berlin-Reinickendorf hat es einen tödlichen Überfall gegeben. In der Nacht zu Sonntag hatte einen Gruppe von drei Jugendlichen einen Mann an der Hechelstraße bedroht, geschlagen und versucht auszurauben.

Der 43-Jährige war offenbar auf dem Weg zu einer nahe gelegen Videothek gewesen. Die Jugendliche bedrängten den Mann so sehr, dass dieser ein Messer zog und sich damit im Gerangel wehrte. Dabei traf er einen der Jugendlichen tödlich.

Der 18-Jährige starb an seiner Verletzung. Eine 19 Jahre alte Anwohnerin hatte noch versucht, erste Hilfe zu leisten. Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, soll der Jugendliche nur einen Stich erhalten haben. Eine Obduktion soll nun die Todesursache klären.

Alle drei überlebenden Beteiligten sind nach ihrer Vernehmung durch die Mordkommission am frühen Sonntagnachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Für die beiden mutmaßlichen 18 Jahre alten Räuber lägen keine Haftgründe vor, teilte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit. "Für den angegriffenen 43-Jährigen besteht kein dringender Tatverdacht für ein Tötungsdelikt. Nach vorliegenden Erkenntnissen gehen wir derzeit von einer Notwehrsituation aus", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Sonntag.

Täter alarmierte Rettungskräfte selbst

Anwohner berichteten, dass die Auseinandersetzung mehrere Minuten dauerte und dann eskaliertre. Sie waren durch Schreie auf der Straße auf den Raubüberfall aufmerksam wurden.

Die drei jugendlichen Täter waren der Polizei bereits mehrfach bekannt. Der getötete 18-Jährige galt als so genannter "Schwellentäter", wie die Berliner Morgenpost erfuhr. D.h., der Jugendliche stand wegen mehrerer Straftaten kurz davor, in der Intensivtäter-Datei geführt zu werden.

Quelle: pol/mb/plet
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