11.02.2013, 16:16

Zoo-Liebling Mit "echtem" Fell - präparierter Eisbär Knut in Lebensgröße


Auf Grundlage eines Gerüstes wurde die Bärenplastik systematisch in Ton modelliert. Durch einen Gipsauftrag entstand eine mehrteilige Negativform. Die wurde im Anschluss ausgeschäumt, so dass die Plastik auch mit dem Original-Fell überzogen werden konnte

Foto: Museum für Naturkunde Berlin / dpa

Auf Grundlage eines Gerüstes wurde die Bärenplastik systematisch in Ton modelliert. Durch einen Gipsauftrag entstand eine mehrteilige Negativform. Die wurde im Anschluss ausgeschäumt, so dass die Plastik auch mit dem Original-Fell überzogen werden konnte Foto: Museum für Naturkunde Berlin / dpa

Wiedersehen mit Knut: Der legendäre Eisbär aus Berlin ist in Kürze als lebensgroßes Präparat mit seinem Original-Fell zu sehen.

Das Tier, das im März 2011 gestorben war, wird einen Monat lang im Berliner Museum für Naturkunde ausgestellt, kündigte Gesine Steiner, Sprecherin des Museums, am Montag an.

Das Präparat besteht aus Knuts echtem Fell, das mit einem speziellen Verfahren behandelt und über einen Kunststoffkörper gezogen wurde. Der Eintritt ist kostenlos.

Das weiße Fell des Eisbären sei jetzt sogar noch schöner als zu Lebzeiten, berichtete Steiner. Das Präparieren habe direkt nach Knuts Tod begonnen. "Das ist eine sehr aufwendige, langwierige Geschichte."

Die Augen sind aus Glas. Anfassen darf man das Knut-Präparat aber nicht - es wird hinter einer Glasscheibe stehen.

Knut zieht in die wissenschaftlichen Sammlungen

Fans, die das Tier sehen möchten, sollten die Zeit vom 16. Februar bis zum 15. März nutzen. Danach zieht Knut in die wissenschaftlichen Sammlungen des Museums - abgeschirmt von der Öffentlichkeit. 2014 solle er dann im Rahmen einer Ausstellung gezeigt werden, sagte Steiner.

Der kleine Eisbär Knut war im Dezember 2006 geboren und von seiner Mutter verstoßen worden. Das Tier entwickelte sich zum absoluten Liebling des Zoologischen Gartens.

Am 19. März 2011 dann der Schock: Knut drehte sich auf seinem Felsen plötzlich um sich selbst, brach zusammen, versank im Wasser und starb. Erst im vergangenen Oktober erlebten mehr als 300 Menschen im Zoo die Enthüllung der Bronzestatue "Knut - Der Träumer".

(dpa/anni)
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