Nahverkehr
Vandalismusschäden in Millionenhöhe bei Bus und Bahn
Graffiti & Co. sind für die Berliner Verkehrsunternehmen teuer. Die Bahn zahlt für die Beseitigung mehr als fünf Millionen Euro pro Jahr.
Beschmierte Züge, zerkratzte Scheiben, aufgeschlitzte Sitze und demolierte Fahrscheinautomaten: Den Unternehmen im Berliner Nahverkehr entstehen durch Vandalismusschäden jährliche Kosten im zweistelligen Millionenbereich. Allein die Schäden bei der Deutschen Bahn in Berlin betrugen in den letzten drei Jahren im Durchschnitt jeweils 5,2 Millionen Euro.
Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf eine parlamentarische Anfrage der CDU im Abgeordnetenhaus hervor. Die Verwaltung berief sich auf Angaben der S-Bahn Berlin GmbH. Die Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn trifft es den Angaben zufolge nämlich besonders schlimm. Der Großteil der mehr als fünf Millionen Euro jährlich müsse von der S-Bahn aufgewendet werden, um Graffiti oder andere Schäden beseitigen zu lassen, teilte das Unternehmen mit.
550 Sicherheitskräfte im Einsatz
Im Kampf gegen Vandalismus und Gewalt setzt die Bahn in Berlin derzeit nach eigenen Angaben 550 Sicherheitskräfte ein. Etwa 295 Wachleute sind täglich im S-Bahn-Netz unterwegs. Anders als im U-Bahn-Netz der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden die meisten Berliner S-Bahnhöfe aktuell noch nicht von Sicherheitskameras überwacht.
Doch auch die flächendeckende Videoüberwachung schützt die BVG offenbar nicht vor Vandalismus. Die Gesamtschadensbilanz für das vergangene Jahr liegt zwar nach Angaben von Sprecherin Petra Reetz noch nicht vor. Sie geht aber davon aus, dass die seit Jahren relativ konstanten Zahlen sich auch 2012 nicht wesentlich geändert haben. Zuletzt musste die BVG jährlich sechs bis sieben Millionen Euro ausgeben, um zerstörte, beschädigte oder beschmierte Fahrzeuge oder Anlagen wieder instand zu setzen. Knapp fünf Millionen Euro entfielen allein auf Züge und Stationen der U-Bahn.














