06.02.13

Flusssäure

Mehrere Vorfälle mit ätzender Flusssäure in Berlin

In den letzten Tagen finden sich an Bushaltestellen, Telefonzellen und U-Bahnstationen immer mehr Spuren von Flusssäure.

Foto: Steffen Pletl
Die Scheiben einer Telefonsäule an der Ecke Hohenstaufenplatz und Kottbusser Damm sind wahrscheinlich mit Flusssäure beschmiert worden
Die Scheiben einer Telefonsäule an der Ecke Hohenstaufenplatz und Kottbusser Damm sind wahrscheinlich mit Flusssäure beschmiert worden

Die Serie mit Flusssäure-Vorfällen reißt nicht ab: Im Bahnhof Schlesisches Tor der Linie U1 in Kreuzberg ist am Mittwochvormittag ein weiterer Verdachtsfall auf Flusssäure entdeckt worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers seien Glasscheiben einer BVG-Infotafel und eines Diensthäuschens betroffen. Verletzte wurden nicht gemeldet. Spezialisten der Kriminaltechnik entnahmen Proben an den Verdachtsstellen. Ein Ergebnis der Analyse steht noch aus.

Nach der Flusssäure-Attacke am Alexanderplatz vor einer Woche werden immer mehr Anschläge mit der giftigen Substanz bekannt. Am Dienstag erfuhr die Polizei von fünf Fällen. Demnach trugen unbekannte Täter Flusssäure auf zwei BVG-Wartehäuschen an der Straße Alt-Moabit sowie auf eine Telefonzelle an der Skalitzer Straße in Kreuzberg auf.

Von der Sonnenallee bis Steglitz

Ein weiterer Fall wurde an einer Bushaltestelle an der Sonnenallee registriert sowie an einer City-Toilette in Steglitz. Der Verdacht bestätigte sich in diesem Fall jedoch nicht.

Außerdem haben unbekannte Täter auf den Boden an einem Eingang zum U-Bahnhof Mehringdamm in Kreuzberg eine reizende Flüssigkeit verschüttet. Ein Mitarbeiter der BVG bemerkte gegen 9 Uhr die Flüssigkeit, sperrte den Bereich ab und alarmierte die Polizei. Menschen wurden nicht verletzt.

Nach einer ersten Analyse durch Kriminaltechniker am Ort handelt es sich bei der Flüssigkeit nicht um Flusssäure. Eine endgültige Aussage, welche Substanz verwendet wurde, kann erst nach einer Laboruntersuchung erfolgen.

Mitarbeiter einer Reinigungsfirma entfernten die Flüssigkeit, sodass die Sperrung des Bereiches gegen 10.40 Uhr aufgehoben werden konnte. Ein Fachdezernat für Umweltdelikte beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen wegen schwerer Gefährdung durch Freisetzen von Giften übernommen.

Quelle: BM/pol
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