05.02.13

Prozess in Berlin

Richter verurteilen S-Bahn-Schläger zu Haftstrafe

In Berlin ist ein Gewalttäter zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Er hatte in einer S-Bahn brutal auf einen Mann eingetreten.

Nach Misshandlungen eines S-Bahn-Fahrgastes ist ein Koch am Dienstag zu anderthalb Jahren Haft verurteilt worden.

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sah es als erwiesen an, dass der 22-Jährige sich in der S-Bahnlinie 7 an Haltestangen festhielt und mit den Füßen schwungvoll auf den Kopf eines wehrlos am Boden liegenden 42-Jährigen eintrat.

Außerdem habe er das Opfer zuvor mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Er wurde wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Das Opfer, ein Gartenbaufachmann, erlitt eine Gehirnerschütterung und Prellungen. Nach einer Zecherei war er seinen Angaben zufolge am 1. Februar 2012 frühmorgens auf der Heimfahrt eingeschlafen. Der Potsdamer hat fast keine Erinnerung. "Ich wurde wach und es machte Knall", sagte der Mann als Zeuge.

Sanitär half als einziger

Ein Sanitäter, der zufällig in der Bahn Richtung Ahrensfelde saß, kümmerte sich um den reglos am Boden liegenden Fahrgast. Der Mann habe vorbildlich gehandelt, lobte die Richterin. Alle anderen hätten bewusst weggeschaut, obwohl der Sanitäter um ihre Hilfe bat.

Auch der 22-Jährige war nach durchzechter Nacht auf dem Heimweg. Zu seinen Gunsten schloss das Gericht nicht aus, dass das spätere Opfer provoziert habe. Die vom Verurteilten vorgetragene Notwehr aus Furcht vor dem Fahrgast verneinte das Gericht aber.

Der Koch hatte sich bei dem inzwischen 43-Jährigen entschuldigt. Sein Verteidiger hatte eine Geldstrafe beantragt.

Quelle: dpa/mim
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