30.01.2013, 15:31

Giftalarm Graffiti-Kratzer hinterließen Säure am Alexanderplatz

Falscher Säurealarm am Alex

Foto: dpa

Falscher Säurealarm am Alex Foto: dpa

Graffiti-Schmierer sind für den Säure-Alarm in Berlin verantwortlich. Sie wollten Zeichen in Haltestellen ätzen. Es war nicht die erste Tat.

Der Säurealarm am Berliner Alexanderplatz ist laut Polizei durch eine Graffiti-Schmiererei verursacht worden. "Die Täter wollten ihren Schriftzug mittels hochgiftiger Flusssäure in die Glasscheiben an den Haltestellen einätzen", sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei am Mittwoch.

Hinweise auf die Verursacher gebe es bisher nicht. Eine Schülerin und zwei Mitarbeiter einer Werbefirma waren am Dienstagmorgen am Alex mit der ätzenden Flusssäure in Berührung gekommen. Sie wurden leicht verletzt und mussten in einer Klinik behandelt werden.

Keine Säure an der Kleidung

"An der Kleidung der Verletzten haben die Kriminaltechniker keine weiteren Säurespuren gefunden", sagte die Sprecherin weiter. Das habe eine Laboruntersuchung ergeben, deren Ergebnis am Mittwoch vorlag. An Bus- und Straßenbahnhaltestellen am Alexanderplatz war die Flusssäure hinterlassen worden. Die Polizei hatte das Gebiet daraufhin abgesperrt.

"Manche Graffiti-Schmierer versetzen ihre Farben und Lackstifte mit ätzender Flusssäure", erklärte die Sprecherin der Polizei. Dadurch ätzten Schriftzüge und Buchstaben sich in Glasscheiben ein und ließen sich nicht mehr wegwischen. Passanten, die dann zufällig mit den giftigen Säureresten in Berührung kommen, müssten sich auf jeden Fall von einem Arzt behandeln lassen.

Im vergangenen Jahr hatten Unbekannte mehrere Glasscheiben am U-Bahnhof Eberswalder Straße in Berlin-Prenzlauer Berg mit Flusssäure bemalt. Das Landeskriminalamt ermittelte. Die Täter sind bislang nicht gefasst.

(dpa/mim)
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