30.01.2013, 14:41

Alarm Ex-Student löst Polizei-Großeinsatz an Berliner Uni aus

Foto: dapd

Ein ehemaliger Student der Technischen Universität war trotz Hausverbots zu einer Vorlesung erschienen. Ein SEK rückte an.

An der Technischen Universität (TU) in Berlin hat das Erscheinen eines als selbstmordgefährdet geltenden Ex-Studenten einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der 29-Jährige hatte zudem Hausverbot und galt auch als aggressiv, wie die Universität am Mittwoch berichtete.

Der Sicherheitsdienst sichtete ihn mittags mit einer großen, verdächtigen Tasche in einer Vorlesung im Chemiegebäude. Die TU verständigte daraufhin die Polizei. Am Ende kam der exmatrikulierte Student freiwillig aus dem Hörsaal und wurde von Einsatzkräften festgenommen.

Laut Polizei hatte der Ex-Student zuvor in E-Mails an die Uni mit Selbstmord gedroht. Der Inhalt der Tasche sei harmlos gewesen. "Nichts Gefährliches, nichts Relevantes, keine Waffen", hieß es. Die Uni erstattete Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens.

Das vorsorglich gerufene Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei rückte wieder ab. Bombendrohungen habe es nicht gegeben, bekräftigte der Sprecher.

Die Polizei war schnell zur Stelle, da wegen des Besuchs von Ägyptens Präsident Mohammed Mursi in der Hauptstadt viele Ordnungshüter in der Nähe waren. Einen Zusammenhang der Vorfalls mit dem Staatsbesuch sah die Polizei nicht.

Die Straße des 17. Juni war zeitweise gesperrt. 100 Polizisten waren im Einsatz.

Erste Vermutungen, wonach der Ex-Student randaliert haben soll, bestätigten sich nicht. Auch bei der Festnahme habe er sich nicht gewehrt, so ein Polizeisprecher.

(dpa/sei)
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