29.01.13

Unglück

Berliner Zoo-Chef Blaszkiewitz bei Sturz schwer verletzt

Bernhard Blaszkiewitz stand zuletzt heftig in der Kritik - nun verletzte er sich auf dem Zoogelände schwer am Kopf.

Quelle: BMO
21.01.2013 1:33 min.
Nach der massiven Kritik an Berlins Zoo- und Tierparkchef Bernhard Blaszkiewitz wollen Aufsichtsratsmitglieder in einer Krisensitzung über mögliche Konsequenzen beraten.

Berlins umstrittener Zoochef Bernhard Blaszkiewitz ist am Dienstag auf dem Gelände des Zoos gestürzt und hat sich verletzt. Er war bei seinem morgendlichen Kontroll-Rundgang in der Nähe des Nashornhauses auf Glatteis ausgerutscht und erlitt schwere Verletzungen am Kopf. Um kurz nach 8 Uhr traf ein Rettungswagen am Zoo ein. Blaszkiewitz wurde in eine Klinik gebracht. Dort wurde er mit zwei Computer-Tomographien untersucht und anschließend operiert, wie die Berliner Morgenpost erfuhr. Nun liegt er auf der Intensivstation.

Eine Sprecherin des Zoos bestätigte, dass Blaszkiewitz gestürzt sei und untersucht werde. Angaben zur Schwere der Verletzungen machte sie nicht.

2009 biss ein Affe Blaszkiewitz stark in den Finger - Amputation

Blaszkiewitz hatte sich bereits im Juni 2009 auf dem Zoogelände verletzt. Der Schimpanse Pedro hatte Blaszkiewitz gebissen, als der Zoochef den Affen unvorsichtig durch die Gitterstäbe gefüttert hatte. Der nur noch an einem Nerv hängende rechte Zeigefinger konnte zunächst gerettet werden. Doch dann hatte sich eine Infektion rasant ausgebreitet.

Aus Sicht der Ärzte stellten die Keime aus dem Affenspeichel eine Bedrohung für den gesamten Körper dar. Der angenähte Finger musste doch amputiert werden. Der behandelnde Chefarzt Andreas Eisenschenk bezeichnete Blaszkiewitz nach der Amputation als "geduldigen und kooperativen" Patienten.

Blaszkiewitz reagierte auf Kritik

Der Zoo-Chef hatte wegen umstrittener Äußerungen zu Mitarbeiterinnen und Weihnachtsgeld für Wirbel gesorgt und Rücktrittsforderungen ausgelöst. Politiker gingen auf Distanz zu dem Biologen. Bernhard Blaszkiewitz hatte die Abkürzung "0,1", mit der in der Zoologie Weibchen gekennzeichnet werden, für Mitarbeiterinnen verwendet. Außerdem wurde ihm vorgeworfen, er habe gesagt, unchristlichen Mitarbeitern stehe eigentlich kein Weihnachtsgeld zu.

Nach massiver Kritik sagte Blaszkiewitz, er wolle die Kennzeichnung "0,1" künftig nur noch im streng zoologischen Bereich benutzen, "wenn das so missverständlich ist." Er habe diese Abkürzung für drei Mitarbeiterinnen auf einer Aktennotiz zum Jahresbericht verwendet. Das habe "zwar nicht die betreffenden Kolleginnen, aber offensichtlich viele andere irritiert".

Die Äußerung zum Thema Weihnachtsgeld sei falsch wiedergegeben worden, sagte Blaszkiewitz. Sie sei im Zusammenhang mit Bemühungen der Gewerkschaft um Tariferhöhungen gefallen. Diese Tariferhöhungen, so der Zoo- und Tierparkchef, gelten für alle, auch für die, die nicht in der Gewerkschaft seien.

Auch das Weihnachtsgeld werde an alle Mitarbeiter von Zoo und Tierpark gezahlt, auch wenn die wenigsten in der Kirche seien.

Quelle: jof/seg
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Homo-Ehe Elton John und David Furnish haben geheiratet
Video-Nachruf Danke, Udo Jürgens!
Für den guten Zweck Ein Tauchgang mit dem Weihnachtsmann
Mehrere Verletzte Maskierte überfallen Kaufhaus KaDeWe in Berlin
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

City West

Raubüberfall auf das Berliner KaDeWe

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote