28.01.13

Berlin-Steglitz

Bank setzt Belohnung auf Ergreifung der Tunnelgangster aus

Seit Montag können Kunden der Volksbank wieder in den Tresorraum. Fotos zeigen die Verwüstung, die die Täter hinterließen.

Foto: dapd

Auf dem Foto ist die Verwüstung zu sehen, welche die Tunnelgangster bei ihrem spektakulären Coup in dem Tresorraum der Volksbank-Filiale in Steglitz hinterließen
Auf dem Foto ist die Verwüstung zu sehen, welche die Tunnelgangster bei ihrem spektakulären Coup in dem Tresorraum der Volksbank-Filiale in Steglitz hinterließen

Die 600 Kunden der Volksbank in Steglitz, die vom spektakulären Tunnelraub verschont geblieben sind, können seit Montag erstmals wieder ihre Wertsachen in den unbeschädigten Bankschließfächern besichtigen. "Allerdings werden sie gebeten, vorab einen Termin zu vereinbaren", sagte eine Banksprecherin am Montag. Täglich könnten bis zu 50 Kunden in den Tresorraum. Dritten bleibe der Zutritt dagegen weiter verwehrt. Terminvereinbarung über Telefon 030/3063-3300.

Für die 294 Kunden, deren Schließfächer bei dem Raub vor rund zwei Wochen aufgebrochen wurden, gebe es gesonderte Beratungsstellen. Derzeit werde immer noch daran gearbeitet, sich einen Überblick über die erbeuteten Wertgegenstände zu verschaffen. Die Ermittlung der Schadenshöhe könne noch mehrere Monate in Anspruch nehmen, sagte die Sprecherin weiter.

Zudem setzte die Volksbank eine Belohnung aus. Für Hinweise, die zur Wiederbeschaffung der gestohlenen Wertsachen oder des Geldes führen, bietet die Volksbank nach Angaben vom Montag zehn Prozent Belohnung, maximal 25.000 Euro. Der Wert des Diebesgutes, das aus den etwa 300 aufgebrochenen Schließfächern entwendet wurde, ist völlig unklar. Außer den Mietern der Schließfächer weiß niemand, was sie enthielten.

Tresorraum ist inzwischen gesäubert und frisch gestrichen

Von einer Tiefgarage in Berlin-Steglitz hatten die Täter monatelang einen 45 Meter langen Tunnel gegraben, der in den Tresorraum der Bankfiliale führte. Dort brachen sie in der Nacht zum 14. Januar 309 Schließfächer auf, von denen 294 vermietet waren. Die Diebe entkamen mit ihrer Beute unerkannt.

Die Volksbank veröffentlichte Fotos, die das Ausmaß der Verwüstung in dem Tresorraum zeigen. Auf dem Boden verstreute Gegenstände wurden bereits gesichert. Inzwischen ist der Raum gesäubert und frisch gestrichen worden. Die beschädigten Schließfächer wurden entfernt und die unbeschädigten an neuer Stelle aufgestellt.

Quelle: dapd/dpa/alu
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