27.01.2013, 21:00

Wetterumschwung Temperatur steigt – Berliner Tiefkühltage vorerst vorbei


Zahlreiche Ausflügler trauten sich am Sonntag in Berlin auf den zugefrorenen Schlachtensee – ein gefährliches Vergnügen, denn Polizei und Feuerwehr warnen ausdrücklich vor dem Betreten der Gewässer.

Foto: Oliver Lang / dapd

Nach den kältesten Nächten dieses Winters soll es jetzt in Berlin schlagartig wärmer werden. Der Wetterdienst warnt aber vor glatten Straßen.

Nach dem klirrend kalten Wochenende müssen sich die Berliner auf steigende Temperaturen und überfrierende Nässe einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Sonntag vor gefährlicher Glätte, die vor allem Pendler zum Wochenstart treffen könnte. Laut Meteorologen hat bereits ein Wetterumschwung begonnen, der vom Westen her ein Niederschlagsgebiet mit sich bringt. "Noch ist nicht ganz klar, ob der Niederschlag direkt in Regen übergeht oder es noch bei Schneefällen bleibt", sagte DWD-Meteorologin Angela Richter in Potsdam. Die Polizei warnte zugleich vor dem Betreten der noch zugefrorenen Seen.

Dies gelte auch, obwohl die Temperaturen bereits am Montag auf bis zu fünf Grad steigen sollen. Wegen des tiefgefrorenen Bodens könne der Regen weiterhin zu Glatteis führen, sagte Richter.

Zum Wochenende hatte ein wolkenloser Himmel der Region Berlin-Brandenburg zunächst die bislang kälteste Nacht des Jahres beschert. Laut DWD wurden in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) in der Nacht zum Samstag -18,7 Grad gemessen. So kalt war es in Berlin zwar nicht, aber die Messstation Kaniswall am südöstlichen Stadtrand Berlins zeigte immerhin -16,6 Grad.

Manche nutzten das schöne Winterwetter am Sonnabend zu einem Spaziergang auf den zugefrorenen Seen der Hauptstadt. Am Schlachtensee in Zehlendorf forderte die Polizei per Hubschrauber Spaziergänger und Eisläufer auf die Eisfläche zu verlassen. Nach Angaben der Polizei ist der Schlachtensee sehr tief und weist viele Strömungen auf. Dadurch könne auch bei andauernder Kälte das Eis leicht brechen. Grundsätzlich sei es aber immer riskant, zugefrorene Seen zu betreten, sagte ein Sprecher am Sonntag. Dies gelte besonders bei einem Wetterumschwung.

S-Bahn-Schiene gebrochen

Auch die Berliner S-Bahn kam zunächst gut durch das kälteste Wochenende dieses Winter. Allerdings brach am Sonntagmittag wegen des Wetterumschwungs eine Schiene zwischen den Bahnhöfen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor. Betroffen davon waren die Linien S1,S2 und S25. Die Strecke konnte für rund zwei Stunden nur im 20-Minuten-Takt befahren werden. Am Sonnabend fiel zudem eine Weiche in Neukölln aus.

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